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Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte
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hin. Die Eingeborenen selbst ober, die Indianer, wurdenvon den habsüchtigen Europäern in den Bergwerken undPflanzungen zu den härtesten Arbeiten angehalten. Da siedazu aber zu schwach waren, wurden auf den Vorschlag desDominikanermönches Las Casas die kräftigeren Negeraus Afrika eingeführt, was zu dem abscheulichen Skla-venhandel den Anlaß gegeben hat.

14. Wichtig sind die Folgen der EntdeckungenDie Wissenschaften, vor allen die Natur- und Erdkunde,empfingen neue Anregungen. Der Gang des Welt-handels änderte sich. Er kam in die Hände der westlichenVölker, zuerst der Portugiesen (Lissabon) und derSpanier (Sevilla), später der Holländer (Antwerpen)und der Engländer (London). Es entstanden europäischeSee- und Kolonialmächte. Deutschland hatte daran keinenunmittelbaren Anteil. Denn die Bemühungen der AugsburgerHandelshäuser der Fugger und Weiser blieben erfolglos,weil es im Reiche an einer starken Zentralgewalt fehlte. DerHandel nahm einen gewaltigen Aufschwung, indem die Erzeng-nisse der neuen Welt, wie Mais, Tabak, Kartoffel in Europaeingeführt und aus der alten Welt dorthin Pflanzen wie Reis,Zuckerrohr, Baumwolle, Kasse gebracht wurden. Die Mengevon Silber und Gold, die aus Südamerika und Mexiko nachEuropa, besonders nach Spanien gebracht wurden, be-schleunigte die Entwicklung der Geldwirtschaft, hatte aber einSinken des Geldwertes und Steigen der Preise znr Folge.

III.

Die Neuzeit oder die neue Geschichte von derReformation bis zum Tode Kaiser Wilhelms I.

(15171888.)

-k. Die Zeit der Reformation »nd der Gegen-reformation (15171648).

a. Aie Weformcrlion bis zürn AugsburgerAelsigionsfrieden (1566).

8 85.

Das geistige Leben um 1500.

1. InItalien hatte die Beschäftigung mit den Schrift-stellern und der Kunst der Griechen und Römer eine große