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Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte
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Vater von Möhra gezogen war, um als Bergmann sein Brotzu verdienen, und von wo er bald nach Mansfeld übersiedelte.Nach einer harten, zu Mansfeld, Magdeburg und Eisenach(Frau Cotta) verlebten Jugend studierte der Sohn seit 1601auf der Universität Erfurt die Rechte. AIs er einst seinenFreund ermordet fand und selbst fast von einem Blitze erschlagenwurde, verzweifelte er au seinem Seelenheil und trat 1503 insA u g u st i n er k l o ste r. Trotz der härtesten Nutzungen fander den Frieden erst, als der Vorsteher seines Ordens, Stau-pitz, ihn auf die Bibel hinwies. Nun widmete er sich mehrder Theologie und dem Studium der Bibel. Es durchdrangihn die Überzeugung, daß der Mensch gerecht werde vor Gottnicht durch des Gesetzes Werke (d. h. durch äutzeres Tun), son-dern allein durch den Glauben. In der Wissenschaft wohl be-wandert, wurde er 1508 Professor der Theologie an der vondem Kurfürsten Friedrich dem Weisen von Sachsen neuerrichteten Hochschule zu Wittenberg. 1511 unternahmer in Angelegenheiten seines Ordens eine Reise nach Rom.1517 trat er zum erstenmal in die Öffentlichkeit.

2. V e r a n l a s s u n g dazu gab das Verhalten des Ablaß-predigers Tetzcl. Papst Leo X. hatte nämlich einen Ablatzausgeschrieben, um Geld zur Vollendung der prächtigenPeters kirche in Rom zu erhalten. Diesen Ablatz pre-digte in Norddeutschland der Dominikanermönch Tetzel aufeine ärgerliche Weise; er unterhielt den Wahn des großenHaufens, als ob man ohne Reue und Buße, allein durch denAblaß, also mit Geld von Sünden sich loskaufen könne.

3. Als Luther au seinen Beichtkindern den --

schädlichen Einfluß des Ablasses bemerkte, schlug

er am 31. Oktober 1517 05 Sätze oder Thesen Beginn deran die Schloßkirche zu Wittenberg über die 'eigentliche Bedeutung des Ablasses und gegen dessenMißbrauch. Darüber entstand bald großer Streit, in dembesonders der Jngolstädter Professor Dr. E ck als sein Gegnerhervortrat. Schnell verbreiteten sich die Sätze über ganzDeutschland, als wären „die Engel selbst Botenläufer" ge-wesen. Luther wurde zur Verantwortung nach Rom be-rufen, hatte aber durch Vermittlung seines Kurfürsten, der denvortrefflichen und beliebten Lehrer von Wittenberg nicht fort-lassen wollte, mit dem päpstlichen Gesandten Cajetan eineerfolglose Unterredung zu Augsburg (1618). Dem mildenMiltitz versprach Luther zu Alten bürg (1519) zuschweigen, wenn auch seine Gegner schwiegen. Doch griff ihnder gelehrte Dr. Eck an, so daß Luther sich ihm zu einer