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warf sich Paul I. von Rußland bald mit Österreich und tratvon dem Bündnisse zurück.
2. Das war um so schlimmer, als jetzt jHoo
Napoleon den Oberbefehl übernahm. In einem . .
kühnen Zuge über den Großen St. Bernhard
drang er in Italien ein und stellte durch den __
blutigen Sieg bei Marengo* über die Österreicher (14. Juni1800) das Übergewicht der französischen Waffen wieder her.
3. Nachdem im Dezember auch Moreau in Süddeutsch,land bei Hohen linden** einen Sieg über ein österreichischesHeer errungen hatte, sah sich der Kaiser genötigt, für sich
und das Reich den Frieden z» Lüncvillc (1801) -777777-
zu schließen. Der Kaiser mußte das ganze linkeRheinufer an Frankreich abtreten und die von zu
Frankreich errichteten Republiken anerkennen. Mit
England kam 1802 der Friede zu Amiens zustande.
4. Eine Folge des Lüneviller Friedens war die Auf-lösung des Deutschen Reiches in seiner bisherigen Verfassung.Denn fast alle geistlichen Reichsstände (Erzbischöfe, Bi-schöfe, Äbte) verloren ihren weltlichen Besitz und die meistenReichsstädte durch Zuteilung unter andere Fürsten ihreSelbständigkeit. Die Gebiete dieser Reichsglieder kamen anandere Landesfürsten unter dem Namen von Entschädigungenfür Verluste, die diese auf dem linken Rheinufer durch Ab-tretungen an Frankreich erlitten hatten. Von den zahlreichenReichsstädten blieben nur sechs übrig: Hamburg, Lübeck, Bre-men, Frankfurt a. M, Augsburg und Nürnberg, von denendie beiden letzteren bald darauf au Bayern sielen.
5. Preußen bekam die Bistümer Paderborn und Hildes-heim, den besten Teil des Bistums Münster, dazu Erfurt,das Eichsfeld und die Reichsstädte Mühlhausen, Nordhausenund Goslar; Bayern die Bistümer Würzburg und Bambergund mehrere Reichsstädte; Württemberg eine Anzahl geist-licher und städtischer Gebiete; Baden u. a. die rechtsrheinischePfalz mit Heidelberg. Baden, Württemberg und Hessen-Kassel wurden Kurfürstentümer. So ward die Vielstaatereiin Deutschland auf einmal wesentlich beschränkt, und das warein großes Glück.
6. Alles dieses wurde auf dem Reichstage zu Regens-burg nach langen Verhandlungen durch den sogenanntenRcichsdcpiitationshauptschlus; (1803) festgestellt.
* Marengo, in der Nähe von Alessandria in Piemont.
** Hohenlinden, Dorf östlich von München.Beck-Biereck, Leitf. der Geschichte, üt. Aufl.
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