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Heere vereinigt hatten, d. das erste Heer nnter dem PrinzenFriedrich Karl von Görlitz aus und o. das zweite Heerunter dem.Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Glatzaus. Die Österreicher und Sachsen standen unter demOberbefehl Benedeks.
7. In mehreren siegreichen Gefechten — so bei München-gräh und bei Gitschin — wurde der Feind durch das Elb-heer und das erste Heer nach Süden zurückgeworfen. Daszweite Heer hatte zwar bei Trauten au eine Niederlage er-litten, aber diese wurde durch die Siege des Generals Stein-metz bei Nachod und Skalitz wettgemacht, so daß auch hierder Feind zum Rückzüge gezwungen wurde. Benedek hatteseine Hauptmacht auf der Hochebene westlich von Köuiggräh auf-gestellt. Unter dem Oberbefehl König Wilhelms I., der mitBismarck, Roon und Moltke auf dem Kriegsschauplatze ein-getroffen war, eröffneten am 4. Juli das Elbheer und PrinzFriedrich Karl die Schlacht. Sie hatten bis Mittag gegendie an Geschützen weit überlegenen und in vorteilhafter Stel-lung kämpfenden Österreicher und Sachsen einen schwerenStand, bis der Angriff des Kronprinzen auf die rechte feind-liche Seite (Erstürmung der Höhen von Chlum) den Siegentschied. Unaufhaltsam rückten die Preußen auf Wien vor,als Österreich durch Napoleons III. Vermittlung am 26. Juliden Vorfrieden von Nikolsburg (in Mähren unweit Wiens)schloß, der am 23. August 1866 zum Frieden zu Prag führte.
8. Nach dem Präger Frieden erkannte Österreich dieAuflösung des Deutschen Bundes an. Es gab seine Zustim-mung zur Bildung eines Norddeutschen Bundes unterder Leitung Preußens und zu den Gebietsveränderungen,welche dieses nördlich vom Main vornehmen würde. SeineRechte auf Schleswig-Holstein trat Österreich an Preußenab und zahlte 60 Millionen Mark Kriegskosten.
9. Die süddeutschen Staaten hatten zum Teil schon vor-her zu Berlin ihren Frieden mit Preußen geschlossen. Sieerkannten die Bestimmungen des Präger Friedens an undzahlten Kriegskosten an Preußen. Zugleich schlössen sie eingeheimes Schutz- und Trutzbllndnis mit Preußen, dessenKönig für den Fall eines Krieges den Oberbefehl auch überdie süddeutschen Truppen übernehmen sollte. Das KönigreichSachsen wurde wiederhergestellt, mußte aber dem Norddeut-schen Bunde beitreten, ebenso Hessen-Darmstadt für dennördlich vom Main gelegenen Teil sMainlinie).
10. Preußen hat als Frucht dieses Krieges einen be-deutenden Länderzuwachs erhalte». Schleswig-Holstein,das Königreich Hannover, das Kurfürstentum Hessen, das
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