Albrecht II. 1438-1439 und Friedrich III., 1440-1493.
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seiner Residenz Samarkand aus seine Herrschaft bis zum Gangeseinerseits, bis nach Kleinasien andrerseits ausbreitete, wurde dasVordringen der Türken nur auf kurze Zeit aufgehalten. Aus demhartbedrängten Konstantinopel kamen damals viele griechischeGelehrte, Zuflucht und Hilfe suchend, zugleich die Kenntnis dergriechischen Sprache verbreitend, nach dem Abendlande; selbst übereine Union der griechischen Kirche mit der römischen wurde ver-handelt, doch ergebnislos. MohammedII. eroberte 1153 Kon-st antinopel und machte die Sophienkirche zur Moschee. Wenige imopn 142g'.Jahre später belagerten die Türken bereits Belgrad, das aberJohannes Hunyad, der Vater des nachherigen UngarnkönigsMatthias Corvinus, entsetzte.
Gleichzeitig war an der Westgrenze eine neue Politische Bildungerwachsen, das Reich Burgund. Die Nebenlinie des Hauses Burgund.Valois, die dort seit etwas mehr als 100 Jahren regierte, hatte esverstanden, durch Heirat, Erbschaft, Kauf und Vertrag eine langeReihe teils französischer Lehen — außer Burgund Flandern undArtois — teils deutscher Lehen — z. B. die Freigrafschaft Burgund,Luxemburg, Brabant und Holland — zu einem Reiche zu vereinigen,dessen Wachstum für Deutschland ebenso gefährlich war wie fürFrankreich und das ebenso über eine kriegerische Ritterschaft wieüber die großen Geldmittel der durch ihre blühende Tuch - undTeppichindustrie reich gewordenen flandrischen Städte verfügte.
Karl der Kühne, der Sohn Philipps des Guten, war einer Karld.Kühnc.der glänzendsten und reichsten Fürsten Europas. Zu Trier trafer im Jahre 1473 mit Friedrich III. zusammen, dem er für dieErhebung zum König die Hand seiner Tochter Maria für seinenSohn Maximilian versprach; aber die Verhandlungen zerschlugensich. Ein Einfall, den er darauf in die deutschen Rheinlande machte,scheiterte an dem tapferen Widerstände der Bürger von Neuß.
Jedoch bemächtigte sich Karl Lothringens und wandte sich daraufgegen die Schweizer Eidgenossen, erlitt aber 1476 bei Gran so n nie.und bei Murten vernichtende Niederlagen; im Winter 1477 wurde 1477.er bei N a n c y von neuem geschlagen und siel.
Jetzt vermählte sich Maria mit Maximilian; und sofallen noch in Friedrichs III. Zeit die Anfänge der europäischen 1177.Machtstellung des Hauses Österreich, zugleich die Anfänge des Jahr-hunderte hindurch dauernden Kampfes zwischen Österreich und Frank-reich. Denn Ludwig XI. von Frankreich benutzte den Tod Karlsdes Kühnen, um das Herzogtum Burgund und andere französischeLehen einzuziehen. Einige Jahre später starb Maria; Herr vonBurgund wurde ihr kleiner Sohn Philipp, und Maximilian setztebei den widerspenstigen Ständen nur mit Mühe sein Recht der vor-mundschaftlichen Regierung durch.