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das wurde sogleich an die Neuangesiedelten frei ausgeteilt oderverkauft oder verpachtet. Das aber zu verlosen, was wegen desKrieges oft unangebaut lag, nahmen sie sich nicht Zeit, sondernerklärten es als Gemeindegut, so, daß jedem gestattet sei, es zubehauen; nur müsse er eine jährliche Abgabe vom Ertrage, undzwar den zehnten Teil von den Saatfrüchten und den fünften vonden Baumfrüchten entrichten. Überdies war auf die Viehzucht eineAbgabe vom größeren und kleineren Vieh gelegt. Dies tatensie alles zur Vermehrung des sehr ausdauernd scheinenden ita-lischen Volksstammes, um aus dem eigenen Lande Bundes-genossen zu haben.
Die Folge war gerade das Gegenteil. Denn die Reichen hat-ten sich des größten Teils dieser unverteilten Ländereien be-mächtigt. Sie vertrauten den Zeitumständen, daß das Land ihnennicht mehr werde abgenommen werden, und kauften zum Teildie in ihrer Nähe gelegenen Stücke der Armen mit deren Willen,zum Teil nahmen sie sie ihnen mit Gewalt, so daß sie nunmehrweit ausgedehnte Ländereien statt- einzelner Felder bebauten.Sie gebrauchten dabei Sklaven zum Landbau und zur Viehzucht,weil ihnen freie Leute von der Arbeit weg zum Kriegsdienstgenommen worden wären. Dieser Besitz von Sklaven brachteihnen zur gleichen Zeit noch großen Gewinn, weil sich diesewegen ihrer Befreiung vom Kriegsdienst ungefährdet vermeh-ren konnten und eine Menge Kinder bekamen. So zogen dieMächtigen durchaus allen Reichtum an sich, und das ganze Landwimmelte von Sklaven. Der Italiker dagegen wurden immer weni-ger, und ihr männlicher Mut schwand, weil sie durch Armut,Abgaben und Kriegsdienst aufgerieben wurden. Traten aber auchZeiten des Friedens ein, so sahen sie sich in Untätigkeit ver-setzt, weil die Reichen im Besitze des Bodens waren und stattfreier Arbeiter Sklaven zum Ackerbau verwendeten.
23. Die Mutter der Gracchen.
Plutaroh, Tiberius Gracchus, 1; Ga jus Gracchus, 19, 1. NachIvaltwasser-Güthling.
Tiberius und Gajus Gracchus waren die Söhne des TiberiusGracchus, der Censor in Rom gewesen war, zweimal das Kon~