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dern des Tiberius kein Feind mir so viel Ungemach und so vielKummer um diese Dinge, wie Du, angetan hat, Du, der den Anteilaller Kinder, die ich vordem hatte, hättest auf Dich nehmenund sorgen sollen, daß ich so wenig Sorge wie möglich im Alterhätte, und daß Du alles, was Du tätest vor allen;' mir zu Liebetun wolltest, und daß Du es für Sünde hieltest, von großenDingen irgend etwas gegen meine Ansicht zu tun, mir zumal,die nur noch so wenig zu leben hat. Daß es nur eine so kurzeZeit ist, könnte mir doch wenigstens helfen, daß Du mir nichtzuwider bist und den Staat zerrüttest. Oberhaupt, wann wirdeinmal Kühe kommen? Wird unsere Familie einmal aufhörenwahnwitzig zu sein? Wird einmal damit halt gemacht werdenkönnen? Werden wir einmal aufhören, nicht zufrieden zu sein,ehe wir nicht Ungemach leiden und bereiten? Werden wir einmalin Scham versinken, den Staat zu verwirren und aufzurühren?Aber wenn das auf keine Weise kommen kann, nun so bewirbDich ums Tribunat, wenn ich tot bin. Du magst tun, was Dirbeliebt, so ich es nicht fühle. Wenn ich tot bin, wirst Du mirTotenopfer bringen und die Gottheit Deiner Eltern anrufen. WirstDu Dich dann nicht schämen, Segen von den Göttern zu erflehen,denen Du, da sie lebendig und gegenwärtig waren, den Rückengekehrt hast? Das verhüte Jupiter oben, daß Du darin verharrest,und er lasse Dir so große Torheit nicht in den Sinn gelangen!Und wenn du darin verharrst, so fürchte ich, Du mögest fürDein ganzes Leben so viel Kummer durch Deine Schuld gewin-nen, daß Du Dir selber wirst zu keiner Zeit gefallen können.
26. Gajus Gracchus, 123/121 v. Chr.
Appian, Römische Geschichte, XIII (Bürgerkriege I), 21—26. NachFerdinand L. J. Dillenius. Stark gekürzt.
Nach der Ermordung des Tiberius Gracchus und dem Tode desAppius Claudius wurden dem Gajus Gracchus zur Verteilung derLändereien Fulvius Flaccus und Papirius Carbo beigegeben. Die Arbeitder drei Männer wurde aber je länger je mehr erschwert, so daß dasVolk neuerdings in Aufregung geriet. Als Scipio Ämilianus sich gegendie Ackerverteilung aussprach, wurde er eines Tages in seinem Hauseermordet aufgefunden. Das Volk verlor allmählich die Hoffnung aufeine Verbesserung seiner Lage.