Band 
Erster Teil.
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zu Schulden kommen lassen, so schützen sie sich mit ihrem altenAdel, mit den Verdiensten ihrer tapfern Ahnen, mit dem An-sehen ihrer Verwandten und Freunde, mit ihren vielen Klien-ten: ich hingegen kann mich auf niemand, als auf mich selbstverlassen, und muß mir also durch Mut und RechtschaffenheitSicherheit zu schaffen suchen.

Vergleicht, Mitbürger, mit den übermütigen Junkern mich,den Mann ohne Ahnen! Was sie zu hören und zu lesen pflegen,habe ich teils gesehen, teils selbst ausgeführt. Was sie ausBüchern schöpfen, habe ich im Felde gelernt. Nun urteilt, obHandeln oder Sprechen mehr wert ist. Sie verachten meine Her-kunft, ich ihre Feigheit; mir werfen sie meinen Stand, ihnenwerfe ich ihre Niederträchtigkeiten vor. Der Geburt nach istin meinen Augen einer so gut wie der andere; aber der tapfersteist der Adligste.

Ich kann zur Bürgschaft keine Bilder, keine Triumphe, keineKonsulate meiner Ahnen aufweisen, aber, wenn es nötig ist,Lanzen, eine Fahne, Reiterrüstung und andere Ehrengaben desKrieges, ferner auch Narben vorn auf der Brust. Das sind meineAhnenbilder und mein Adel, nicht wie bei ihnen, ererbt, sonderndurch viele Mühen und Gefahren selbst erworben. Mein Vortrag istnicht kunstvoll geschmückt; daraus mache ich wenig. Das Ver-dienst zeigt sich ja selber genug. Jene dort haben Künsteleiennötig, um ihre Schandtaten durch Reden zu verdecken. Ich habegriechische Literatur nicht studiert; ich hatte keine Lust, siezu studieren, weil sie die, welche darin Unterricht geben, nichttapferer gemacht hat. Aber das, was dem Staate bei weitemvorteilhafter ist, habe ich gelernt: Feinde erlegen, Wach-dienste tun, Frost und Hitze ausstehen, auf der Erde schlafen,zu gleicher Zeit Mangel und Mühe ertragen. Diese Lehren willich meinen Soldaten geben; ich will nicht sie hart halten undmir gütlich tun, auch will ich ihre Strapazen mir nicht zumRuhme anrechnen. So muß man kommandieren, wenn man Vor-teil schaffen, wenn man ein Patriot sein will. Denn wenn man

Zeiten das Volk zu leiten pflegten. Da aber die Bürger auf seinenungemeinen Heldenmut, auf seine stete Arbeitsamkeit und seine ganzgewöhnliche Lebensart einigen Wert legten, so gelangte er durch dieihm erwiesene Ehre zu immer größerem Ansehen, so daß er nun aucheine glänzende Ehe einging und die Julia aus dem vornehmen Hauseder Cäsaren zur Gemahlin bekam, die Tante des Julius Cäsar.