Band 
Erster Teil.
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sich selber nicht das mindeste abgehen läßt, das Heer aberdurch Strafen zu seiner Pflicht zwingen will, dann ist man einTyrann, kein Feldherr. Durch solche und ähnliche Handlungenhaben eure Vorfahren sich und den Staat berühmt gemacht.Und darauf verläßt sich der Adel, so unähnlich er ihnen auchsonst in seinem Betragen ist, und verachtet uns, die wir’s ihnennachtun wollen. Alle Ehrenstellen verlangt er von euch, nichtnach seinen Verdiensten, sondern wie eine Schuldigkeit.Aber diese übermütigen Leute irren sich gar sehr. IhreVorfahren haben ihnen alles hinterlassen, was sie konnten:Reichtum, Ahnenbilder, ihr rühmliches Andenken; ihre Verdiensteaber haben sie ihnen nicht hinterlassen, und das konnten sieauch nicht. Verdienste sind ja das einzige, was man wederschenken, noch sich schenken lassen kann. Sie verschreien michals Geizhals und als Mann ohne Lebensart, weil ich meine Tafelnicht mit Geschmack einrichten lasse, keinen Schauspieler halte,und auf einen Koch nicht mehr verwende, als auf den Ver-walter meines Gutes. Nun, das gestehe ich gern zu. Denn vonmeinem Vater und von ehrwürdigen Männern habe ich gehört,daß sich Komfort für Frauenzimmer, für Männer Arbeit undStrapazen schicken, daß ein Ehrenmann mehr nach Ruhm, alsnach Reichtum trachten muß, daß Waffen, nicht Hausrat seinSchmuck sein sollen. Mögen sie denn immer tun, was ihnen be-hagt, was ihnen lieb ist: buhlen, zechen; wo sie ihre Jugendverlebt haben, auch ihr Alter hinbringen, bei Schmausereien,im Dienste des Bauches und der niedrigsten Sinnenlust; Schweiß,Staub und andere solche Sachen mögen sie uns überlassen, denendies angenehmer ist als Tafelfreuden. Aber dabei lassen siees ja nicht. Denn wenn diese niederträchtigen Menschen sichdurch alle Laster geschändet haben, dann gehen sie darauf aus,die Belohnungen an sich zu reißen, die nur dem rechtschaffenenManne gehören. So werden mit größtem Unrecht Üppigkeit undFaulheit, die heillosesten Laster, denen, die sich ihnen ergebenhaben, keineswegs nachteilig, sondern dem schuldlosen Staatebringen sie Verderben.