Band 
Erster Teil.
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za erleiden. Er mag lange bitten: es wird ihm weder Recht ge-sprochen noch irgend ein Ehrenamt übertragen.

Die Druiden nehmen gewöhnlich nicht am Kriege teil, zah-len auch keine Steuern und sind von allen Lasten befreit. Infolgedieser großen Vorrechte wenden sich viele diesem Stande zu,teils aus freien Stücken, teils von ihren Eltern und Verwandtendazu 'bestimmt. Weil sie dort eine große Anzahl Formeln aus-wendig lernen müssen, dauert die Schulung für manche sogarzwanzig Jahre. Es ist nämlich nicht erlaubt, diese Formeln auf-zuschreiben, obwohl sich sonst die Gallier fast in allen Dingen, inöffentlichen und Privatangelegenheiten, des griechischen Alpha-bets bedienen. Denn sie wollen nicht, daß ihre Lehre im Volke be-kannt werde, und ihre Jünger sollen nicht im Vertrauen auf dasNiedergeschriebene die Stärkung des Gedächtnisses vernachlässi-gen. Sie lehren vor allem, daß die menschliche Seele unsterblichund nach dem Tode aus einem Körper in einen andern übergehe.Dadurch wollen sie die Todesfurcht bannen und zur Tapferkeit an-ieuern. Überdies stellen sie noch viele Erörterungen, an über dieGestirne und deren Lauf, über die Größerer Welt und der Erde,über das Wesen der Dinge wie über die Macht und Gewalt derunsterblichen Götter, und unterrichten darin auch die Jugend.

Die zweite Klasse bilden die Ritter, die insgesamt in denKrieg ziehen, so oft es die Not erfordert. Vor Cäsars Ankunftwar dies fast jedes Jahr der Fall, sei es, daß sie entwederselbst angriffen oder sich gegen einen Angriff verteidigten.Je edler oder reicher ein Ritter ist, desto mehr Dienstmannenund Schutzbefohlene hat er in seinem Gefolge.

Die ganze gallische Nation hält viel auf gottesdienstlicheGebräuche. Wenn daher jemand von einer schweren Krankheitbefallen wird oder Schlachten und anderen Gefahren entgegen-geht, pflegt er Menschenopfer darzubringen oder zu geloben undläßt die Druiden die gottesdienstliche Handlung besorgen. Sieglauben nämlich, die unsterblichen Götter könnten nur besänftigtwerden, wenn für"ein Menschenleben wieder ein Menschenlebengeopfert werde. Solche Opfer sind bei ihnen sogar von Staatswegen eingeführt. Einige Stämme verwenden dabei Gebilde vonungeheurer Größe, deren Glieder aus Reisiggeflecht gebildetund mit lebenden Menschen angefüllt werden; hierauf zündetman sie von unten an, die Menschen werden von den Flammen