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Schiffe fielen zumal ein und dasselbe Schiff der Feinde an undtaten ihm möglichsten Schaden oder erlagen ihm auch. Auf dereinen Seite hatten die Steuerleute und Ruderer, auf der anderndie Soldaten mehr Arbeit und Mühe zu bestehen. Die einenglichen Reitern, die bald heransprengen, bald sich zurückziehen,da Angriff und Abkehr von ihrem Willen abhing, die andernSchwerbewaffneten, welche die Nahenden erlauern und ihrer hab-haft zu werden suchen. Als die Schlacht so lange unentschiedenblieb und kein Teil dem andern obsiegen konnte, gab endlichKdeopatra den Ausschlag, deren Schiff hinter den Reihen derkämpfenden Schiffe auf den Wogen schaukelte. Sie konnte esnicht ertragen, daß die Entscheidung sich hinauszog. So langezwischen Furcht und Hoffnung schwebend, von einer echt weib-lichen und bei einer Ägypterin nicht weiter verwunderlichen Un-geduld verzehrt, vermochte sie die Ungewißheit und Aufregungnicht mehr zu meistern, ergriff die Flucht und gab gleichzeitigden Ihrigen das Signal, ihr zu folgen. Als auf diesen Befehl hiDdie Ägypter sogleich die Segel spannten und,. von einer ebenaufgehenden Brise begünstigt, nach der offenen See fuhren,glaubte Antonius, dies geschehe nicht auf Geheiß der Königin,sondern aus Furcht infolge einer Niederlage, die sie erlitten, undfolgte ihnen auf dem Fuße. Durch diesen Vorfall entmutigt,gerieten die noch kämpfenden Truppen in Verwirrung und woll-ten gleichfalls entkommen. Die einen setzten die Segel bei, dieandern warfen Türme und Schiffsgerät über Bord, um leich-ter entfliehen zu können. Während sie damit beschäftigt waren,wurden sie von den Gegnern angefallen. Die Fliehenden wurdenzwar nicht verfolgt, da die Sieger ohne Segel waren und sichnur zur Schlacht vorgesehen hatten; die Zurückgebliebenen aberwurden einzeln von vielen teils aus der Ferne, teils in derNähe angegriffen, so daß der Kampf sehr hitzig wurde undauf beiden Seiten die mannigfaltigsten Szenen bot.
Als sich so die Schlacht noch immer nicht entscheiden wollte,wußte Cäsar keinen Rat mehr, als Feuer aus dem Lager kommenzu lassen. Zuerst wollte er sich dessen nicht bedienen, um sichden Besitz der feindlichen Schätze zu retten. Aber angesichtsder Unmöglichkeit, auf andere Weise die Entscheidung herbei-zuführen, nahm er zu dem einzigen Mittel, das ihm blieb, seineZuflucht. Jetzt bot die Schlacht ein ganz anderes Bild. Cäsars