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Nun Cäsar wacht, mag keine Gewalt uns mehr,Kein Bürgersturm aufschrecken aus holder Ruh,Kein blinder Haß, der, Schwerter schmiedend,Blutigen Zwist in den Städten aufregt.
Nicht dürfen, die tiefrauschend der Ister*) tränkt,Nicht Geten**) mehr noch Syrer den JulischenGesetzen trotzen, nicht die falschenPerser und Tanais’***) wilde Söhne.
Doch wir, am Werktag opfernd, am Feiertag,
Wir wollen Libersf) köstlicher Gabe frohInmitten unsrer Frau’n und Kinder,
. Wenn wir den Göttern gesprengt in Andacht,
Im Festgesang, zu lydischem FlötenschallSiegreicher Feldherrn denken nach YäterbrauchUnd Troja preisen und AnchisesUnd der Ernährerin Venus Enkel.ff)
44. Der Vergeltungskrieg des Germanicus.
Tacitus, Annalen, I, 60 f., 11, 9 f., 88. Übersetzt von August Horneffer.(Antike Kultur, V.).
Germanicus auf dem Schlachtfeld im TeutoburgerWald, 15 n. Chr.Der Heereszug wurde bis in die entlegensten Teile des Bruk-tererlandesftt) geleitet und alles Land zwischen den Flüssen Emsund Lippe verwüstet. Man war dem Teutoburger Walde, in dem,wie es hieß, die Reste der Legionen und ihres Feldherrn Varusunbestattet lagen, nicht mehr fern. In Germanicus regte sichder Wunsch, den Soldaten und ihrem Feldherrn die letzten Ehren
*) Donau.
**) Thrakisches Volk auf beiden Seiten der Donau.
***) Don, an ihm wohnte das Volk der Skythen,f) Bacchus.
ff) Die römische Legende läßt das Julische Geschlecht, dem Augu-stus angehörte, von Julus, dem Sohn des aus Troja geflohenenÄneas abstammen, als dessen Eltern Anchises und Venus gelten,fff) Zwischen Ems und Lippe.