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andern römischen Bischöfe, die ihm folgen, für Gott streitet; und wennauch im Evangelium gelehrt wird und wir wissen, daß alle Christgläu-bigen dem römischen Bischof als dem Haupt und Christi Stellvertreteruntertan sind, so haben wir es doch zur Verleugnung unseres Willensfür sehr nützlich erachtet, daß jeder einzelne von uns außer durch jenesgemeinsame Band sich noch durch ein besondres Gelübde verpflichte,daß er jeden Befehl, den der jetzige römische Bischof und alle andernzu ihrer Zeit geben, und der zur Festigung der Seelen und zur Aus-breitung des Glaubens dient, und jeden Dienst, zu dem er ausgesandtwird, ohne alle Ausflucht und Entschuldigung, so viel an ihm liegt, zuerfüllen gehalten ist, mag er nun zu den Türken geschickt werden oderzu andern Ungläubigen, wie sie auch heißen, selbst wenn sie in Indienlebten, oder zu Ketzern, wer sie auch sind, oder zu Schismatikern ' oderzu Gläubigen jeder Art. Darum müssen die, welche sich uns anschließenwollen . . ., lange erwägen ... ob der heilige Geist . . ihnen so vielGnade verheißt, daß sie hoffen können, mit seiner Hilfe den schwerenBeruf zu erfüllen. Haben sie aber, von Gott getrieben, sich für diesenDienst gemeldet, dann müssen sie Tag und Nacht an den Lenden gegürtetund zur Lösung einer so großen Aufgabe bereit sein. Jeder einzelnemuß geloben, in allem, was er zur Beobachtung der Regel tut, demVorsteher der Gesellschaft gehorsam zu sein. In dem Vorsteher sollenalle Glieder der Gesellschaft Christum gleichsam gegenwärtig sehen und,soweit es ihm zukommt, ihn verehren.
Wir, der Papst, erkennen die vorgenannten Bestimmungen an undbestätigen sie und nehmen die Genossen selbst unter unsern und diesesheiligen apostolischen Stuhles Schutz und gestatten ihnen, einzelne. Be-stimmungen zu treffen, die sie für geeignet halten, den Zweck der Ge-meinschaft, die Ehre Christi und das Wohl des Nächsten zu fördern. —
und vollkommenen Gehorsam jedoch und in der Verleugnung des Willens unddes Urteils wünsche ich sehnlichst, geliebteste Brüder, daß alle, die in dieserGesellschaft Gott, unserm Herrn, dienen, sich auszeichnen mögen, nnd daß manan diesem Merkmale die wahren und echten Söhne der Gesellschaft erkenne,die niemals die Person dessen, dem sie gehorchen, sondern in ihr Christus, deuHerrn, im Auge haben, um dessenwillen sie gehorchen. Auch darf man, wennder Obere etwa weniger Einsicht oder Klugheit besäße, im Gehorsam gegenihn, insofern er Oberer ist, nicht im mindesten naehlassen, da er die Persondessen vertritt, dessen Weisheit nicht irren kann und der selbst ersetzen wird,was immer seinem Diener mangelt. Es ist die unterste und sehr unvollkommeneArt des Gehorsams, welche die Befehle nur äußerlich erfüllt. Sie verdient denNamen der Tugend nicht, wenn sie sich nicht zur zweiten Stufe erhebt, woman den Willen des Obern zu dem seinigen macht und mit diesem so überein-stimmt, daß nicht nur im Werke der Vollziehung, sondern auch in der Neigungdie Übereinstimmung sich zeige und so beide dasselbe wollen oder nicht wollen.Wer sich aber Gott ganz opfern will, muß außer dem Willen auch den Verstand— und dies ist die dritte und höchste Stufe des Gehorsams — zum Opferbringen, so daß er nicht nur den gleicheu Willen, sondern auch das gleicheUrteil wie der Obere habe. — 1 Abtrünnige.