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41. Das Konzil von Trient, 1545—1563.
Aus den „Canones et decreta conc. Tridentini.“ Mirbt, Quellenzur Geschichte des Papsttums und des römischen Katholizismus, 3. Auf!., S. 210 ff.,223, 244, 252— 255. Zum Teil nach Kurze.
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IV. Sitzung, 8. April 1546. Die hochheilige allgemeine Synodevon Trient nimmt nach dem Beispiel der rechtgläubigen Väter alle Bücherdes Alten wie des Neuen Testamentes — denn der eine Gott ist derUrheber beider — und auch die Überlieferungen, die sich teils auf denGlauben, teils auf die Sitten beziehen, als von Christus oder von demheiligen Geiste wörtlich diktiert und in ununterbrochener Folge in derkatholischen Kirche erhalten, mit der gleichen frommen Liebe und Ehr-furcht an. Wer aber die Bücher selbst nicht vollständig mit allen ihrenTeilen, wie sie in der katholischen Kirche gelesen zu werden pflegenund in der alten, allgemein verbreiteten lateinischen Ausgabe 1 vorliegen,für heilig und katholisch annimmt und die besagten Überlieferungen mitWissen und Vorbedacht verachtet, der sei verflucht.
Dazu bestimmt und erklärt dieselbe hochheilige Synode, daß ebendiese alte und allgemein verbreitete Ausgabe für authentisch 2 geltensoll. Außerdem entscheidet sie, daß niemand, auf die eigene Klugheitgestützt, wider den Sinn, den die heilige Mutter Kirche festgehalten hatund festhält, oder auch wider die einstimmige Meinung der Väter dieheilige Schrift zu deuten wage.
VII. Sitzung, 8. März 1547. Wer da sagt, die Sakramente desneuen Bundes seien nicht alle von Jesus Christus, unserm Herrn, ein-gesetzt worden, oder es seien mehr oder weniger als sieben, nämlichTaufe, Firmung, Abendmahl, Buße, letzte Ölung, Priesterweihe und Ehe,oder auch, irgend eines von diesen sieben sei nicht wahrhaft und eigent-lich ein Sakrament, der sei verflucht.
XX11. Sitzung, 27. September 1562. Wenn einer sagt, in derMesse werde Gott kein wahres und eigentliches Opfer dargebracht oderdas Darbringen bedeute nichts anderes, als uns Christum zum Essengeben, der sei verflucht. Wer da sagt, das Meßopfer sei kein Versöhnungs-mittel oder nütze nur dem, der es nimmt, und dürfe nicht für Lebendeund Tote dargebracht werden, der sei verflucht. Wer da sagt, es seieine Verfälschung, Messen zu feiern zur Ehre der Heiligen und für dieErlangung ihrer Fürsprache bei Gott, wie die Kirche bezweckt, der seiverflucht. Wer da sagt, die Zeremonien, Gewänder und äußerlichenZeichen, deren sich die katholische Kirche bei der Feier der Messenbedient, seien mehr Reizmittel der Unfröinmigkeit, als Dienste derFrömmigkeit, der sei verflucht.
XX V. Sitzung, 3. — 4. Dezember 1563. Die heilige Synode trägtallen Bischöfen und den andern, denen Pflicht und Sorge der Unter-weisung obliegt, auf, gemäß dem von den ersten Zeiten der christlichen
1 Der sog. Vulgata. — ! echt, zuverlässig.