Band 
Dritter Teil.
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C. Aus Briefen Franz Drakes.

8. August (Barrow, Life of Drake; Tilton, S. 119): Brief an den englischenMinister Walsingham nach der Schlacht bei Gravelingen. — 10. August (Statepapers, S. 584; Tilton,.S. 126; Kurze, S. 15): Brief an Walsingham. — 18. August(State papers, S. 585; Kurze, S. 16): Brief an die Königin.

8. August: Gott hat uns einen so guten Tag gegeben und wirhaben den Feind so weit nach leewärts 1 hin gedrängt, daß ich hoffe,der Prinz von Parma und der Herzog von Sidonia werden sich auf einigeTage hinaus die Hände nicht schütteln ; und wenn sie sich begegnen, wird,glaube ich, keiner von beiden sich über die Arbeit dieses Tages freuen.

10. August : Wir haben die spanische Armada vor uns und gedenken,mit Gottes Gnade einen Kampf mit ihr aufzunehmen. Nichts hat mirje besser gefallen, als zu sehen, wie der Feind mit südlichem Windenordwärts floh. Gebe Gott, daß wir ein wachsames Auge auf den Herzogvon Parma haben. Denn wir werden mit Gottes Gnade, wenn wir leben,wie ich nicht zweifle, bald mit dem Herzog von Sidona so verfahren,daß er sich unter seine Weinbäume-nach St. Marienhafen 5 wünschen soll.

18. August: Die Abwesenheit meines Lord Admirals, gnädigsteHerrscherin, hat mich ermutigt, meine Feder aufs Papier zu setzen.Letzten Freitag warfen wir die spanische Armada so weit nordwärts,daß sie weder England noch Schottland wiederfinden konnte . . . Wennder Wind es nicht hindert, sind sie, meiner Meinung nach, nach Däne-mark verschlagen. Sicher war ein großer Teil ihrer Mannschaft krankund nicht wenige tot. Ihre Schiffe, Segel, Taue und Geräte bedürfengroßer Ausbesserungen, weil sie alle Eurer Majestät Kräfte zu spürenbekommen haben. 3

54. Shakespeare über Elisabeth, um 1613.

Shakespeare, 1564—1616, König Heinrich der Achte, V. Aufzug, 4. Szene.Übersetzt von Ludwig Tieck.

Shakespeare war wahrscheinlich nur Mitarbeiter an diesem Drama. BeiHer Tauffeier der Elisabeth prophezeit Craumer, Erzbischof von Canterbury, dietreffliche Regierung der künftigen Königin:

Dies Königskind, — stets sei mit ihr der Himmel! —

Ob in der Wiege noch, verheißt dem ReichTausend und aber tausend Segensfülle.

Die Zeit zur Reife führt. Sie wird dereinst —

1 Nach der dem Winde abgewandten Seite.

1 Puerto de Santa Maria bei Cadiz.

3 Man wußte lange nichts über das Schicksal der Armada. In Rom fingmau an zu spotten. An einer für satirische Anschläge benutzten Stelle las manfolgende Spottfragen: „Tausend Jahre Ablaß gewährt der Pontifex aus seinerVollmacht dem. der ihm sicheren Aufschluß über den Verbleib der spanischenArmada gibt. Wohin sie gegangen ist? Ob in den Himmel erhoben oder indie Hölle gestürzt? Oder ob sie in der Luft hängt oder irgendwo im Meereschwimmt?“ (Meyer, England und die katholische Kirche unter Elisabeth. S. 290).