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Nur wen’ge jetzt am Leben schaun es noch —
Ein Muster aller Kön’ge neben ihr
Und die nach ihr erscheinen. Sabas 1 Fürstin
Hat Weisheit nicht und Tugend mehr geliebt,
Als diese eine Seele. Jede Zier,
Jedwede Anmut so erhabnen Haupts,
Und jede Tugend, die den Frommen schmückt,
Ist doppelt stark in ihr. Sie tränke Wahrheit,Himmlische Frömmigkeit berate sie.
Geliebt wird sie, gefürchtet sein, gesegnetVon ihren Freunden,
Die Feinde zittern gleich geschlagnen Halmen,
Und Kummer neigt ihr Haupt. Heil wächst mit ihr,
In ihren Tagen ißt in Frieden jeder
Unter dem eignen Weinstock, was er pflanzte;
Des Friedens heitre Klänge tönen rings,
Gott wird erkannt in Wahrheit; ihre Treuen,
Durch sie geführt zum wahren Pfad der Ehre,Erkämpfen hier sich Größe, nicht durch Blut.
Auch schläft mit ihr der Friede nicht; nein, wieDer Wundervogel stirbt, der Jungfraun-Phönix,Erzeugt sich aus der Asch’ der Erbe dann,
So wunderwürdig ganz, wie sie es war;
So läßt sie einem andern allen Segen, —
Ruft sie der Herr aus Wolken dieses Dunkels —Der, aus der lieil’gen Asche ihrer Ehre,
Sich, ein Gestirn, so groß wie sie, erhebt,
Glanzhell. Schreck, Friede, Fülle, Lieb’ und Treu’,Die Diener dieses auserwählten Kindes,
Sind seine dann, wie Reben ihn umschlingend;
Wo nur des Himmels helle Sonne scheint,
Da glänzt sein Ruhm, die Größe seines Namens,
Und schaffet neue Völker. Er wird blühnUnd weit, wie Bergeszedern, seine ZweigeAuf Ebnen strecken. — Unsre Kindeskinder,
Sie sehn, Gott preisend, dies.
Sie wird zu Englands schönstem Ruhm gesegnetMit hohen Jahren, viele Tage sieht sie,
Und keinen doch ohn’ eine Tat des Ruhms.
0 säh’ ich weiter nicht! Doch sterben muß sie,
Sie muß, die Heil’gen woll’n sie; doch als Jungfrau,
Als fleckenlose Lilie senkt man sie
Hinab zur Erd’, und alle Welt wird trauern.
‘Das reiche Weihrauchland in Südarabien; die Bibel erzählt vom Besucheiner sabäischen Königin bei König Salomo.