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C. Deutschlands Verwüstung.
Batkin, Exitium Germaniae (Vernichtung Deutschlands). Menzel, Ge-schichte der Deutschen, Bd. III, S. 352.
Wie jämmerlich stehen nun große Städte! Da zuvor tausend Gassengewesen sind, sind nun nicht mehr hundert. Wie elend stehen die kleinenStädte, die offenen Flecken! Da liegen sie verbrannt, zerfallen, zerstört,daß weder Dach, Gesparr, Türen oder Fenster zu sehen sind. Wie sindsie mit den Kirchen nmgegangen? Sie haben sie verbrannt, zu Pferde-ställen und Marketenderhäusern gemacht, die Altäre entweiht und dieGlocken hinweggeführt. Ach Gott, wie jämmerlich stehet es auf denDörfern! Man wandert bei zehn Meilen und siehet nicht eineh Menschen,nicht ein Vieh, nicht einen Sperling, wo nicht an etlichen Orten einalter Mann oder ein paar alte Frauen zu finden. In allen Dörfern sinddie Häuser voll Leichname und Äser gelegen, Mann, Weib, Kinder undGesinde, Pferde, Schweine, Kühe und Ochsen, neben- und untereinander,vom Hunger und von der Pest erwürget und voll Würmer, und sindvon Wölfen, Hunden, Krähen und Raben gefressen worden, weil niemandgewesen, der sie begraben, beklaget und beweinet hat. Deutschland liegtin Schmach, Jammer, Armut und Herzeleid; die vieltausendmal tau-send armen jungen Seelen, so unschuldig in diesem Kriege sind hinge-schlachtet worden, schreien Tag und Nacht unaufhörlich zu Gott umRache, und die Schuldigen, die es verursacht, sitzen in stolzer Ruhe,Freiheit, Frieden und Sicherheit und halten Gastereien und Wohlleben.
79. Der Westfälische Friede, 24. Oktober 1648.
Aus dem Lateinischen übersetzt beiWoltmann, Geschichte des West-fälischen Friedens, Bd. II, Anhang. — Gekürzt.
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A. Friedensschlvß zu Osnabrück zwischen der Kaiserlichen Majestät,dem Deutschen Reich und der Königlichen Majestät von Schiceden.
IV, 3. Zuvörderst, was das Haus Bayern anbelangt, so soll dieKurwürde, welche die Pfalz vorher gehabt hat, mit allen ihren Rechtenund Ämtern, sowie auch die ganze Oberpfalz zugleich mit der Graf-schaft Cham, bei Maximilian, Pfalzgrafen am Rhein, dessen Kindern undüberhaupt der ganzen Wilhelminischen Linie 1 verbleiben, solange ansderselben noch männliche Erben übrig sind.
5. Was das Haus Pfalz anbelangt, so willigt der Kaiser samt demReiche um der öffentlichen Ruhe willen darin ein, daß'kraft dieser Über-einkunft die achte Kurwürde errichtet werde, welche Karl Ludwig,Pfalzgraf am Rhein, und dessen Erben und Agnaten 2 von der ganzen
1 Des Hauses Wittelsbach.
2 Männliche Blutsverwandte.