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80. Danklied für den Frieden, 1648.
Paul Gerhardt, „Danklied vor die Verkündigung: des Friedens.“ DeutscheDichter des siebzehnten Jahrhunderts, herausgegeben von Karl Goedeke undJulius Tittmann, Bd. XII.: Gedichte von Paulus Gerhardt, herausgegeben vonKarl Goedeke, S. 95 ff. — Gekürzt.
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GOtt Lob! nun ist erschollenDas edle Fried- und Freudenswort,
Daß nunmehr ruhen sollen
Die Spieß und Schwerter und ihr Mord.
Wolauf und nimm nu wieder
Dein Saitenspiel hervor,
0 Deutschland, und sing LiederIm hohen vollen Chor.
Erhebe dein GemüteZu deinem GOtt und sprich:
HErr, deine Gnad und GüteBleibt dennoch ewiglich!
Sei tausendmal willkommen,
Du theure, werte Friedensgab!
Itzt sehn wir, was für FrommenDein Bei-uns-wohnen in sich hab;
In dir hat GOtt versenketAll unser Glück und HeilWer dich betrübt und kränket,
Der drückt ihm selbst den PfeilDes Herzleids in das HerzeUnd löscht aus UnverstandDie güldne FreudenkerzeMit seiner eignen Hand.
Das drückt uns niemand besserIn unser Seel und Herz hinein,
Als ihr zerstörten Schlösser -Und Städte voller Schutt und Stein;
Ihr vormals schönen FelderMit frischer Saat bestreut,
Itzt aber lauter WälderUnd dürre wüste Heid;
Ihr Gräber voller LeichenUnd blutgen Heldenschweiß,
Der Helden, derengleichenAuf Erden man nicht weiß.