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hette auch die Catholische Relligion angenommen und die were die rechteRelligion und wan ich in den Himmel wolle, so mühe ich es auch thun.Auff dieses wort hübe ich myne äugen gegen Himmel und gedachte,Ach Gott welch ein schwaches Weib! und gäbe ihr kein antwort. Siefraget mich, ob es nit befier were in einem Closter als auf einer Galleen.Ich spräche zu ihr sie wölte mir auß einer kleinen Galleen helfen, aberin eine große bringen, die könte ewig währen; und sie sprach, ihreGeistlichen Werdend noch vil mit mir reden, und ich mit ihnen. Und siestelltend mich an das rüder, ich wäre nackend bis auif die weiche, undhatte weder Strtimpff noch Schuh, aber Hosen bis halb uff die Knie.Es sind 60 Ruder uff den großen Galleen und 50 uff den kleinen, und7 Mann an einem Ruder, aber alle angeschlossen, darunder sind 2 Türckenund 5 Christen an einem banck. Und sie nammend ein Seil und bundenes mir an den Halß und an das vorder und an das hinder Ruder, die2 Ruder hielten mich am Halß. Ich mußt aber die 2 Ruder treffen sonstwurdend sie mich am Halß würgen, dan die 50 Ruder, mußten alle zu-gleich ein streich sein, sonsten könnend sie einanderen nit treffen; undda stuhnd einer nebend uns mit einem Rinderzech', der schlüge uff michetliche streich und sprach: du Calvinischer hund, ich will dich lehrenan Gott glauben. Aber das war nur der anfang.
Wir müßten aber außfahren in die Insel Americam, dan wir müß-ten 4 Kriegsschiff begleitten. Auf den Schiffen warend 4000 Reformiertewybspersonnen, die solten in der Insel verkaufft werden, anno 1688,und wir hatten drej monat lang dahin zu fahren. Auff der reiß starbenvon den wybspersonnen 400, aber ihres grab war das Meer und dieFisch. Wir kamend zu S. Christoffel* an in einer nacht, am morgenfrüh namm man die leüth an das land. Wir konten da alles sehen, aberes war traurig genug: da kamend die Kaufleüth, die warend von drejoder vier Stationen har, und sie ziehen sie nackend auß bis auff dieweiche und visitiertend Sie, ob sie nit presthafft werend am leib, ichhabe es gesehen, aber ich weinnete umb die schönen leüth. Die Jungenwarend bald verkaufft aber die alten nit. Es wäre eines Pfarrers Frauwdaby mit 4 Töchtern; die Töchtern warend bald verkaufft, aber dieMutter blieb allein, dan sie war eine alte Frauw. Wer kan dan dieMutter trösten, niemand dan allein Gott. Vier stund hernach kam einJud und kaufte die alte Frauw auch und spräche, sie were gut underein Keßel feüwer zu machen; und die Soldaten von unßerer Galleenhabend es uns erzelt, dan sie warend derby. Was man wyters mit ihnengethan hat, das weißt der liebe Gott.
Aus Amerika kommend wir bis auff Malthe 3 , da blieben wir 3Wuchen lang; von da uff Minorica, von Minorica uff Majorica 4 , vonMajorica uff Sardaigne, von Sardinia uff Sicilia, von Sizilia auff Corsika,von Corsica uff Genua in Italien, von Genua uff Toulon en Provence,da fanden wir 80 Kriegsschiff. Aber uff der Reiß habend Sie uns denRücken vill mahlen blutig gemachet, aber ich gedenck an den Paßion
1 Le nerf de boeuf, Schweizerdeutsch: „Hagenschwanz“. — 3 Eine derkleinen Antillen. — 3 Malta. — * Balearen: Menorca, Mallorca.