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blicken lassen, -muß er erwarten, daß ein Verdacht wider ihn entsteheund man sich ihm, solange seine Regierung währt, in allem entgegen-setzen werde. Wenn er aber wohl regiert, werden die Parlamente einVertrauen in ihn haben und ihm mit Geld beispringen in jedem Krieg,der nötig ist, entweder zu seiner eigenen Erhaltung oder der seinerAlliierten. Aber obgleich ein sklavisches Parlament bald nach der Wieder-herstellung des königlichen Hauses dem König Karl im HolländischenKriege 1 Beistand leistete, so muß wohl die Nation eine seltsame Änderungerfahren, ehe dergleichen jemals wieder geschehen kann.
Eine abscheuliche und törichte Gewohnheit ist es, in Ansehungunseres Regiments, diesen oder jenen Anhang zu begünstigen; Staats-bediente zu vertauschen und zu verändern, es bald mit der einen, baldmit der andern Partei zu halten, so wie sie eine um die andere demKönige mehr Geld oder mehr Gewalt darbieten und geben: hierdurchwird er sich endlich verhaßt und verächtlich bei beiden machen, derenkeine, wenn sie seinen Wankelmut sehen, ihm jemals trauen, sondern jedelieber darauf bedacht sein wird, wie sie ihr selber durch seine Nieder-driiokung Sicherheit verschaffen möge. Wir haben gesehen, was dies unterKönig Karls Regierung nach sich gezogen, und König Wilhelm empfandam Ende seiner Regierung, wie übel er daran getan hatte, sich diesenGrundsatz zu erwählen. Nichts kann einem Herrscher mehr Vertrauenschaffen, als wenn er beständig, aufrichtig, fest und standhaft regiertund in allen seinen Aussprüchen eine untadelige Redlichkeit bezeigt; nichtswird ihm das Volk geneigter und unterwürfiger machen, als wenn manvor Augen sieht, wie er die Hitze der Parteien zu legen und sie mit-einander zu vergleichen sucht; hieraus wird zu erweisen sein, daß ersein Volk liebt und keine besonderen eigenen Absichten hegt 2 .
1 1664 — 1667 .
2 Nach der Restauration der Stuarts entstanden die beiden Parteien derWhigs und Tories, der Gegner und Anhänger des Hofes.
Burnet sagt über sie folgendes: Es gibt unter den Tories ohne Zweifelnicht wenige, die ein Auge auf St. Germain und Frankreich haben [d. h. zuFrankreich und dem Prätendenten Jakob III. halten]; aber das kann man dochmit Wahrheit von der Mehrheit nicht sagen. Hingegen gesellen sich viele Un-gläubige, die alle Religion und alle Kirchen auf der Welt hassen, zu den Whigsund Dissenters [d. h. zu den nicht zur Staatskirche gehörigen Protestanten!wie Presbyterianern, Independenten u. a ], denen sie das Wort reden. Daherbringen die übelgesinnten Tories den bessergearteten die Meinung bei, daß dieWhigs den Dissenters nur deswegen gewogen sind, damit sie die Religion garüber einen Haufen werfen mögen. Die Grundsätze der Whigs billigen dieRevolution, die andern -verfluchen sie. Die Dissenters sind den Whigs günstig,weil sie sehen; daß diese die Toleranz lieben; wobei es jene in aller Ruhe be-wenden lassen, ohne das geringste wider die herrschende Kirche vorzunehmen.Andernteils, da die Whigs sehen, daß die Anführer der Tories mit bösen An-schlägen schwanger gehen (nämlich die Regierung zu entkräften, das Bündniszu trennen, dem Krieg ein unzeitiges Ende zu machen und Frankreich und demPrätendenten zu dienen), und die. übrigen diesen Leithäminein folgen, dieFlach ii. Guggenbiihl, Quellenbach III 16