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weise chargieren, und was der Gott Mars sonst alles lehrte. Endlich ge-dieh es zur Generalrevue; da ging’s zu und her, daß dies ganze Büchel-chen nicht klecken würde, das Ding zu beschreiben; und wenn ich’swollte, so könnt’ ich’s nicht. Erstlieh wegen der schweren Menge allerArten Kriegsgerümpel, die ich hier großenteils zum erstenmal sah.Zweitens hatt' ich immer Kopf und Ohren so voll von dem entsetzlichenLärm der knallenden Büchsen, der Trommeln und Feldmusik, des Rufensder Kommandeurs und dergleichen, daß ich oft hätte bersten mögen.Drittens war mir das Exerziz seit einiger Zeit so widerlich geworden,daß ich nur nicht mehr bemerken mochte, was all die Korps zu Fußund zu Pferde für Millionszeug machten. Freilich kam mich hernachmanchmal Reue an, daß ich diese Dinge nicht besser in Obächt ge-nommen ; denn allen meinen Freunden und allen Leuten hierzulandewünscht’ ich, daß sie solches nur einen Tag sehen möchten, es würdeihnen zu hundert und aberhundert vernünftigen Betrachtungen Anlaßgeben. Also nur dies wenige. Da waren unübersehbare Felder mit Kriegs-leuten bedeckt; viele Tausend Zuschauer an allen Ecken und Enden. Hierstehen zwei große Armeen in künstlicher Schlachtordnung; schon brülltvon den Flanken das grobe Geschütz aufeinander lös. Sie avancieren,kommen zum Feuer und machen ein so entsetzliches Donnern, daß manseinen nächsten Nachbar nicht hören und vor Rauch nicht ipehr sehenkann. Dort versuchen etliche Bataillone ein Heckenfeuer; hier fallenseinander in die Flanke, da blockieren sie Batterien, dort formieren sieein doppeltes Kreuz. Hier marschieren sie über eine Schiffbrücke, dorthauen Kürassiers und Dragoner ein und sprengen etliche SchwadronsHusaren von allen Farben aufeinander los, daß Staubwolken über Roßund Mann emporwallen. Hier überrumpelns ein Lager; die Avantgarde,unter der ich zu manöverieren die Ehre hatte, bricht Zelte ab und flieht,Doch nocheinmal: Ich müßte ein Narr sein, wenn ich glaubte, hier einepreußische Generalrevue beschrieben zu haben.
147. Am Vorabend des Siebenjährigen Krieges. 1756.
Briefe Friedrichs des Großen, heransgegeben von Kannengießer,S. 163 ff., 169.
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A. An den Geheimen Kriegsrat von Klinggräffen in Wien.
Potsdam, 18. Juli 1756. — Sie werden um eine besondere Audienzbei der Kaiserin nachsuchen und, wenn Sie zugelassen werden, nach dengewöhnlichen Komplimenten ihr in meinem Aufträge sagen: Da mir vonvielen Seiten über Bewegungen, welche ihre Truppen in Böhmen undMähren machten, und über die Zahl der Regimenter, die auf dem Marschdahin sich befänden, Mitteilungen gemacht wurden, so fragte ich dieKaiserin, ob diese Rüstungen bezweckten, mich anzugreifen.
Wenn sie Ihnen antwortet, daß dies nach dem Vorgang meinerTruppenbewegungen geschehe, so weiden Sie ihr sagen, die Fälle schienen