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nicht recht, so war, wenn man auf- den Platz kam, die er,ste Begrüßungeine derbe Tracht Prügel.
Das währte so den ganzen Mai und Juni fort. Selbst des Sonntagshatten wir nicht frei'; dann mußten wir auf das properste Kirchenparade,machen. Also blieben uns zu jenen Spaziergängen nur wenig zerstreuteStunden übrig, und wir hatten kurz und gut zu nichts Zeit, als zumHungerleiden. Jetzt fing ich an, Trübsal zu blaseil, und keinem Menschenkönnt ich so recht von Herzensgrund meine Not klagen. Des Tags gingich umher wie der Schatten an der Wand, des Nachts legte ich michins Fenster, guckte weinend in den Mond hinauf und erzählte dem meinbitteres Elend: «Du, der jetzt auch überm Tockenburg schwebt, sag’es meinen Leuten daheim, wie armselig es um mich stehe, meinen Eltern,meinen Geschwisterten, meinem Ännehen sag’s, wie ich schmachte., wietreu ich ihr bin, daß sie alle Gott für mich bitten. Aber du schweigstso stille, wandelst so harmlos deinen Weg fort? Ach, könnt’ ich einVöglein sein und dir nach in meine. Heimat fliegen! Ich armer, unbe-sonnener Mensch! Ich wollte mein Glück bauen und baute mein Elend.Was nützt mir dieser herrliche Ort, worin ich verschmachten muß! Ja,wenn ich die Meinigen hier hätte und so ein schön Häuschen, wie dortgrad gegenübersteht, und nicht Soldat sein müßte,, dann wär’s hier gutwohnen; dann wollt’ ich arbeiten, handeln, wirtschaften und ewig meinVaterland meiden! Doch nein! Denn auch so müßt ich den Jammer sovieler Elenden täglich vor Augen sehn! Nein, geliebtes, liebes Tocken-burg ! Du wirst mir immer vorzüglich wert bleiben! Aber ach! Vielleichtseh’ ich dich in meinem Leben nicht wieder, verliere sogar den Trost,von Zeit zu Zeit an die Lieben zu schreiben, die in dir wohnen. Dochwer weiß ? Noch lebt mein guter Vater im Himmel; dem ist’s bekannt,wie ich nicht aus Vorsatz oder Liederlichkeit dies Sklavenleben gewählt,sondern böse Menschen mich betrogen haben. Ha! Wenn alles fehlensollte. Doch nein! desertieren will ich nicht. Lieber sterben als Spieß-rutenlaufen. Und dann kann sich’s ja auch ändern. Sechs Jahre sind nochanszuhalten. Freilich eine lange, lange Zeit; wenn’s zumal .wahr seinsollte, daß auch dann kein Abschied zu hoffen wäre! Doch, was? KeinAbschied? Hab’ ich doch eine und zwar mir anfgezwungene Kapitulation! 1Ha! Dänn müßten sie mich eher töten ! Der König müßte mich hören !Ich wollte seiner Kutsche nachrennen, mich anhä.ngen, bis er mir seinOhr verleiht. Da wollt’ ich ihm alles sagen, was der Brief ausweist.Und der gerechte Friedrich wird nicht gegen mich allein ungerecht sein. »— Das waren so damals meine Selbstgespräche.
ß. (feneralrevue.
Indessen murmelte es immer stärker vom Kriege. In Berlin kamenvon Zeit zu Zeit neue Regimenter an; wir Rekruten wurden auch untereins gesteckt. Da ging’s alle Tage vor die Tore zum Manöverieren, linksund rechts avancieren, attackieren, retirieren, pelotons- und divisions-
Dienstvertrag.