Band 
Dritter Teil.
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Nach der Abfahrt Peters von Peterhof hatte man mir geraten,geradeswegs nach der Stadt zu gehen. In der Nacht brach ich an derSpitze meiner ergebenen Soldaten auf und zog dann unter nichtenden-wollendem Jubel in die Stadt ein und begab mich in den Sommer-palast, wo mich der Hof, der Synod, mein Sohn und alle hoffähigenPersonen erwarteten. Ich ging zur Messe; dann wurde das Tedeum ge-sungen. Danach kam man mich zu beglückwünschen. Ieh, die ich vomFreitag morgen sechs Uhr bis zum Sonntag abend fast nichts gegessenund getrunken, auch kaum geschlafen hatte, legte mich nun nieder undschlief ein . 1 —

1 Am Schluß der Schilderung betont Katharina, daß alles seinen Grnnd imHaß gegen die Fremden hatte; Peter III. selber, bekanntlich ein glühender Ver-ehrer Friedrichs des Großen, galt als ein solcher. Die Kaiserin schrieb 1789 inein Buch des Abbe Denina: Essai sur la vie et la rdgne de Frederie II., roi dePrusse, während des Lesens eine Reihe von Anmerkungen, worunter folgendesich auf Peter III. bezieht: „Peter III. hatte keinen größern Feind als sich selbst;alle seine Handlungen grenzten an Wahnsinn. Außerdem versetzte ihn das inZorn, was sonst in den Menschen Mitleid erregt, Er gefiel sich selbst, Menschenund Tiere zu schlagen, und war nicht nur gefühllos gegen ihre Tränen undund Schreie, sondern diese machten ihn wütend, und wenn er das war, land ermit allem an, was in seiner Nähe war. Seine Favoriten waren sehr unglücklichdaran; sie wagten nicht miteinander zu sprechen, ohne sein Mißtrauen zu er-regen; wenn dieses in ihm wach geworden war, so prügelte er sie vor allenLeuten durch. Der Oberstallmeister Naryskin, der Generalleutnant. Melgunow,der Geheimrat Walkow haben in Oranienbaum Prügel bekommen in Gegenwartdes diplomatischen Korps und etwa hundert anderer Anwesender, Männer undFrauen, bei einem Feste, das der Kaiser gab. Der damalige englische GesandteKeith trat bei der Gelegenheit zur Gräfin Bruce und sagte: „Wissen Sie, IhrKaiser ist vollkommen verrückt.“ .. . Die Kaiserin Katharina hat durch ihreThronbesteigung das Reich, sich selbst und ihren Sohn aus den Händen einesVerrückten gerettet, der fast tobsüchtig war.“ —