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bewilligen, ihre Verwendung zu beobachten, ihren Betrag, ihre Ver-anlagung, Beitreibung und Dauer zu bestimmen.
Art. 15. Die Gesellschaft hat das Recht, jeden Staatsbeamten wegenseiner Verwaltung zur Rechenschaft zu ziehen.
Art. 17. Da das Eigentumsrecht unverletzlich und geheiligt ist, sodarf niemand seines Eigentums beraubt werden, wenn nicht die gesetzlichbestätigte öffentliche Notwendigkeit es durchaus erfordert, und auch dannnur unter der Bedingung einer gerechten und vorherigen Entschädigung.
8. Dev Brottunuilt und die Übersiedlung des Königsvon Versailles nach Paris, 5. 6. Oktober 1789.
D'Esckerny, Briefe eines Einwohners von Paris. Aus dem Französischen.Herausgegeben von E. A. W. Zimmermann. Berlin 1791. Hier nach WalterFriedrich, Aus der Französischen Revolution, Schilderungen und Berichtevon Augenzeugen, S. 75 ff. Gekürzt.
Graf d’Escherny, geboren 1733 in Neuenburg, gestorben 1815 in Paris,war zunächst ein eifriger Anhänger der Revolution, verließ aber bald Frank-reich und kam erst zur Zeit der Direktorialregierung zurück. 1791 erschienseine «Correspondance d’un habitant de Paris avec ses amis de Suisse etd’Angleterre».
Mit den Fischweibern hatte sich der weibliche Pöbel von Paris ver-einigt. 1 Nur wenige Männer waren unter ihnen. Die Männer hattenam 14. Juli die Ehre davongetragen; heute schienen die Weiber dieEhre haben zu wollen. Mit Hilfe einiger Heldinnen der Halle triebensie die Wache des Rathauses in die Enge, sprengten die Türen, ver-breiteten sich wie Bacchantinnen in seinem Innern, schrien um Rache,liefen umher und suchten Waffen. Sie bemächtigten sich der Kanonenund spannten sich selbst oder die Pferde, die ihnen in den Weg kamen,davor. Hier zeigte sich unsern Augen ein Schauspiel, das einzig inseiner Art war. Drei- bis viertausend Weiber, mit Bändern von allenFarben geschmückt, von verschiedenen Bewegungsgründen und allenArten der Leidenschaft angefeuert, mit Piken und Degen bewaffnet,jauchzend oder tobend und alle wie wahnsinnig erregt. Einige saßen aufden Kanonen, die sie weggenommen oder auf den Pferden, die sie vor-gespannt hatten: die größte Zahl war zu Fuß. Eins von diesen Wei-bern, reinlich gekleidet, mit heiterm Gesicht, sehr großen schwarzenAugen und einem bräunlichen Teint, saß auf einem Zugpferde; einenHelm auf dem Kopfe und eine Lanze in der Hand, erinnerte sie an dieMinerva oder an das Mädchen von Orleans. Versailles, in Sicherheitversenkt, war sorglos und fürchtete nichts. Dieser Schwarm von Weibernzog lärmend auf die verschiedenen Wege, die nach Versailles führen, undvermehrte sich noch durch alle, die sie in den Gassen und auf den Heer-straßen antrafen. Jeden, der ihnen begegnete, hielten sie an und zwangen
1 Am 5. Oktober.