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L. Die griechische Welt.
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lange. Er beredete die Athener, eine Motte zu bemannen, um die Inseln desäaärschen Meeres, die den Persern gehuldigt hatten, zu erobern. Als aber derAngriff auf die Insel Paros mißlang, wurde er vor der Volksversammlungangeklagt, daß er die athenische Bürgerschaft durch täuschende Verheißungenbetrogen habe. Die Klage wurde für begründet erkannt und gegen den Feld-herrn ein Gerichtsverfahren eingeleitet. Da sich eine auf Paros erhalteneWunde entzündet hatte, mußte er sich auf einem Trägheit in das Gerichtshausbringen lassen. Dre Todesstrafe, auf welche seine Gegner angetragen, wurdenicht ausgesprochen; dagegen wurde er zum Ersatz der Kriegskosten verurteilt.Aber ehe die Summe von 50 Talenten (225 000 Mk.) zusammengebracht wer-den konnte, starb er. Sein hochsinniger Sohn Cimon bezahlte die Buße undließ den Vater ehrenvoll bestatten. — Damals lebten in Athen zwei Männervon seltenen Eigenschaften, Aristides, der Gerechte zubenannt, und The-Mistökles. Beide waren tapfere Marathonkämpfer; beide suchten ihr Vater-roß zn machen, aber auf verschiedenen Wegen. Aristides bediente sichittel, die nicht vollkommen ehrlich und gerecht waren, willigte in keine
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Maßregel, die seinem Gewissen bedenklich! vorkam, und erblickte das Herl desStaats in der grundbesttzenden Bevölkerung und im Landheer. Thennstokles,ein ehrgeiziger Mann, dem des Miltiades Siegeszeichen den Schlaf raubten,war weniger gewissenhaft; er hatte nur den Vorteil und die Größe seinerVaterstadt im Auge, nahm häufig zu List und Betrug seine Zuflucht.Dabei war er der Ansicht, daß die Athener sich mehr der Schiffahrt zuwendensollten. Klüger und talentvoller als Aristides, gewann Thennstokles baldgrößeres Ansehen beim Volke; und um in fernen Plänen nicht gehindert zu sein,.betrieb er die Verbannung des biederen, geraden Aristides durch das sogenannteScherbengericht (OstraciSNMS) *). So ward Thennstokles alleiniger Leiterdes athenischen Gemeinwesens und benutzte seinen ganzen Einfluß, um eineVermehrung der Flotte zu bewirken, weil nur dadurch die Athener dasÜbergewicht erlangen könnten. Ein Ausspruch des delphischen Orakels, daßAthens Heil auf den „hölzernen Mauern" beruhe, kam ihm bei der Aus-führung zustatten. Uneigennützig willigten die Athener in seinen Vorschlag,den Ertrag der Silberbergwerke, der sonst unter die Bürger verteilt wurde,zum Bau von Schiffen und zur Anlegung des HafensPiräeuszu verwenden.
*) Der Ostracismus war eine Einrichtung, vermittelst welcherieder, der durch Macht,Einfluß, Ansehen oder andere Eigenschaften so sehr unter seinen Mitbürgern hervorragte,«ah er die bürgerliche Gleichheit und die demokratische Berfassung zu gefährden schien, aufeinige Zeit (gewöhnlich auf zehn Jahre) verbannt werden konnte, ohne jedoch dadurch instinen Rechten oder Ehren einen Nachteil zu erleiden.
8- 53. Unter großen Vorbereitungen zu einem neuen Zug gegen Griechen-land starb Darms. Sein Nachfolger Lerpes, ein von Stolz und Hoffart aus-Nkolasener Mann, nahm des Vaters Racheplan auf und betrreb dre Rüstungensu solchem Umfang, daß er nach der Volksüberlieferung ein Heer von 1700 000Mann und eine Hlotte von mehr als 1200 größeren Schiffen zusammenbrachte.Nachdem er seine Rüstungen beendigt und mit überraschendem Glück eurenAufstand in Ägypten unterdrückt hatte, was seine Zuversicht noch erhöhte, lreßA alle Truppen bei Sardes sich sammeln und zog dann über das Gebret vonMmm dem Hellespont zu. Es war ein wunderliches Völkergemisch von allenNationen und Zungen, mit den verschiedenartigsten Anzügen und Waffen,welches auf zwei Schiffbrücken, die der Perserkönia unwert ALhdvs hatte auf-führen lassen, sieben Tage lang ohne Unterbrechung über den Meeresarmfetzte, begleitet von einem endlosen Zug von Waffen-und Pferdeknechten, von-Wagen mrt Frauen und Kammerzofen, männlicher und werblrcher Drenerschaft,
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