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Geschichte der alten Welt.
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Fuhrwerken und Lasttieren mit Gepäck. Schmucksachen und anderen Dingen.Jede Nation erschien in ihrer landesüblichen Tracht und Waffe; der schwergeharnischte Perser auf feurigem Roß, der halbnackte Araber auf dem Kamel,die Saken und die Völker von Ost-Iran mit Bogen und Streitaxt, die Trup-pen aus Kleinasien und vom Kaukasus mit geflochtenen Schilden und hölzer-nen Helmen, dieÄthiopeninPardel-undLöwenselle gekleidet. Vom Hellespontzog das Landheer über Thracien nach Macedonien und Thessalien,während die Motte längs der Küste hinsegelte, um das Heer mit dem Nötigenzu versehen. Damit die Schiffe nicht wie beim ersten Zug an dem VorgebirgeAthos scheitern möchten, hatte Xerxes dasselbe mittels eines Durchstichs vongriechischen und phönizischen Werkleuten abgraben lassen. Thessalien unter-warf sich ohne Schwertstreich; Böotien, Ärgos und einige kleinere Staatenreichten kleinmütig Erde und Wasser; drohend rückte der Feind immer näher.Da zeigte Griechenland, was Eintracht, Mut und Vaterlandsliebe vermögen.Auf Themistokles' Betreiben schloffen die meisten Staaten rasch einen Bundund einen allgemeinen Frieden und stellten sich unter Spartas Führung. ImJuli, als man gerade die olympischen Spiele feierte, erschien Xerxes an dem. Engpaß von Thermopylä, den der spartanische König Leonidas mit 30VLacedämoniern und einigen Tausend Bundesgenossen besetzt hielt. Der Auf-forderung, die Waffen abzuliefern, begegnete der hochherzige Führer durch diemannhafte Antwort: „Komm'und hole sie!" und auf die Bemerkung, dieMenge der Feinde sei so groß, daß ihre zahllosen Geschosse und Pfeile dieSonne verfinstern würden, erwiderte ein anderer: „Desto besser, so werdenwir im Schatten fechten!" Umsonst versuchte der Perserkönig mehrere Tagelang den Durchgang zu erzwingen: Tausende seiner Soldaten erlügendemSchwerte der tapfern Hellenen; selbst die sogenannten 10000 Unsterblichen,der Kern des persischen Heeres, mußten der spartanischen Kraft weichen. Daführte ein verräterischer Grieche, einen Teil des Perserheeres auf einem Fuß-steig über die Berghöhen des Ota, so daß sie den im Engpaß aufgestelltenKriegsscharen in den Rücken fielen. Auf die Nachricht von ihrem Anzug ent-ließ Leonidas die Truppen der Bundesgenossen. Er selbst aber mit seinen 300Spartanern, denen sich noch 700 Bürger der Stadt Thespiä freiwillig an-schlössen, wählte den Heldentod fürs Vaterland. Von beiden. Seiten ange-griffen , kämpften sie mit Löwenmut, bis sie, erdrückt von der Übermacht undermüdet vom Kämpfen und Morden, alle erlagen. Nur die Thebaner, die ge-zwungen am Kampfe teilgenommen und nach der Bewältigung des Passes dieHände flehend emporhielten, wurden begnadigt, aber, mit dem Brandmalköniglicher Sklaven bezeichnet, entehrt in die Heimat entlassen. Leonidas undseine Heldenschar lebten noch lange im Liede fort, und ein eherner Löwe be-zeichnete in der Folge dem Wanderer die Stelle, wo der dorische Heldenköniggefallen. Ungehindert unterwarfen jetzt die Perser Böotien und Phocis,drangen verheerend in Attika ein und legten Athen in Asche. Die älterenKrieger, welche die Burg besetzt hatten, wurden nach tapferster Gegenwehr ge-tötet. Die waffenfähigen Bürger dienten auf der Motte; Weiber, Kinder undalle Habe waren auf Themistokles' Rat nach Salamis, Ägma und Trözenegeschafft worden. Ein Eilbote brachte die Nachricht von dem Siegeszug desgroßen Königs nach Susa. Nur ein einziger Unfall trübte die Freude. EineAbteilung des persischen Heeres war nach dem Parnaß gezogen, um das Heilig-tum von Delphi zu berauben und zu zerstören. Als die Krieger die steilenWege in der schauerlichen Gegend emporstiegen, wurden von unsichtbarenHänden Steine und Felsblöcke über sie herabgeschleudert, so daß viele erlagen,die übrigen erschrocken die Flucht ergriffen. Die Delphier unterließen nicht,die Rettung des Tempels ihrem mächtigen Gotte selbst zuzuschreiben.