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Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung / Georg Weber
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8 - 54 . 55 . 56 .

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L. Die griechische Welt.

ß.54. Nun Wurde Themistokles der Retter Griechenlands. Die vereinigteFlotte der Griechen war unterdessen von dem Vorgebirge Artemisium, wosie mehrere Tage mit Glück gestritten hatte, in den saronischen Meerbusen ge-segelt, wohin ihr die persische bald nachfolgte. Hier vereitelte Themistoklesdurch seine Klugheit den verderblichen Plan des spartanischen RottenführersEurhbiädes, sich mit den peloponneftschen Schiffen zu entfernen und denKamps in die Nähe der korinthischen Landenge zu ziehen, um unter den Schutzder daselbst ausgestellten und durch eine Mauer gedeckten Landmacht zu kommen,indem er durch List und scheinbaren Verrat den Perserkönig zu einem raschenAngriff bewog, in den engen Gewässern, wo die feindlichen Schiffe durch ihreeigene Menge gehindert wurden. So ereignete sich die Seeschlacht von Salamis,in welcher die Griechen einen vollständigen Sieg erlangten. Verzweiflungsvollsah Xerxes von einer nahen Felsenhöhe dem Untergänge seiner Flotte zu undtrat dann, von dem schlauen Themistokles benachrichtigt, daß die Griechen dreBrücken über den Hellespont abzubrechen gedächten, mit dem größten Terlseines Heeres schleunig den Rückzug durch Thessalien, Macedonien und Thra-cien an, wo aber noch Tausende seiner Krieger dem Hunger, der Kälte und derAnstrengung erlagen. Ganze Haufen ertranken im Flusse Strhmon, dessenEisdecke, von der Sonne gelockert, zusammenbrach.

8. 55. Lerxes hatte bei seinem Abzug 300 000 Mann Kerntruppen unterdem Feldherrn Mardonius in Thessalien zurückgelassen. Diese rückten, als dieAthener das dargebotene Bündnis ehrenhaft verwarfen, im nächsten Frühjahrverheerend in Attika ein und zwangen die heimgekehrten Bürger, welche ver-gebens die Spartaner zur schleunigen Hilfeleistung gemahnt, nochmals zurAuswanderung unter die „Laubhütten" von Salamis. Als aber endlich ausdie dringenden Vorstellungen und Drohungen der Athener in Sparta ein pelo-ponnesisches Heer über den Isthmus heranzog, da erfochten in der großenSchlacht von Platää die Griechen unter der Führung des Spartaners Pau-s anlas, dem der athenische Feldherr Aristides untergeordnet war, über diedreimal stärkere Kriegsmacht der Feinde einen so vollständigen Sieg, daß sichnur 40000 Perser nach dem Hellespont retteten. Du übrigen, darunter dertapfere Oberfeldherr Mardonius selost, wurden teils in der Schlacht, teils beider Erstürmung ihres Lagers, teils auf der Flucht erschlagen. Die Beute warunermeßlich. Auf dem Altare des „befreienden Zeus" ließen die Griechen dasOpferfeuer hoch lodern. — An einem und demselben Tage erlitten die PerserM dem kleinastatischen Vorgebirge Mykale, wo sie ihre Schiffe an den Strandbezogen und mit einer Schutzwehr von geflochtenen Schilden und Psahlwerrumgeben hatten, von den auf der Flotte befindlichen Griechen eme zweiteNiederlage. Auch hier war ein Spartaner der Anführer, aber den Athenernund Milesiern gebührte der Ruhm der Tapferkeit. Lager und Flotte der FeindeWurden erobert und verbrannt; furchtbar wütete das Schwert der Griechenunter den verwirrten und flüchtigen Scharen. Der Geist hatte die MasseÜberwunden, und die Lehre, daß Vaterlandsliebe und Freihntsgefühl auchüber einen übermächtigen Feind den Sieg davon trage, fand m den ruhm-vollen Kämpfen der Griechen gegen die Perser die glänzendste Bestätigung.

2. Athens Vorherrschaft (Hegemonie) nn- das periktAsche Zeitalter.

8- 56. Seit der Schlacht von Platää wurde der Krieg hauptsächlich zurSee geführt. Da nun die Spartaner weniger Schiffe besaßen, so kam allmäh-lich der Oberbefehl an die Athener, die sich überdies während des ganzenSieges so tapfer und edelmütig benommen hatten. Auch die Verräterei desspartanischen Feldherrn Pausanias war der Herrschaft der Athener förderlich.

Weber. N. Weltgeschichte. ^

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