51
te,
nd
rch
er-
die
il-
es
>as
er-
wo
in- .
eit
ge-
en. '
ine
in
rch
an
ie-
nd
er-
on
ils
rld
sie
c>s.
rer
Se
sie
8- 58. L. Die griechische Welt.
dann von niemand behindert werden, die bisher im Apollotempel zu Delosaufgestellte und von eigenen Beamten „Hellenotamien" verwaltete Bundes-kasse nach Athen in das Heiligtum ihrer Burggöttin zu verlegen und die bei-steuernden Verbündeten als zinspflichtige Unterthanen zu behandeln. — Ari-ftides starb so arm, daß der Staat die Kosten seiner Beerdigung tragen undfür die Ausstattung seiner Kinder sorgen mußte.
8- 58. Nicht minder trugen Cimon, des Miltiädes Sohn, und Perikleszur Größe Athens bei. Der erstere machte sich durch glückliche Unternehmungenzur See um sein Vaterland verdient, und gewann das Volk durch Leutseligkeitund Freigebigkeit. Er machte durch den großen Doppelsieg am Flusse Eury-uixdon im südlichen Kleinasien über die Flotte und das Landheer der Perserdem Krieg ein Ende und sicherte durch eine Übereinkunft, den sogenanntencrmonischen Frieden, allen griechischen Städten und Inseln Freiheit undUnabhängigkeit; er erweiterte das Gebiet des athenischen Freistaats und ver-wendete sein großes Vermögenzur Verschönerung der Stadt, wo er unter anderemdie herrlichen Gartenanlagen,Akademie genannt, und die berühmte Säulen-halle (Stoa)errichtete. Zu seiner Zeit wurde Sparta von einem fürchter-lichen Erdbeben schwer heimgesucht. Der größte Teil der Hauptstadt wurdezerstört; und um ine Not auss Äußerste zu treiben, griffen die Messenierund Heloten zu den Waffen, um ihre Freiheit zu erkämpfen. In ihrer Be-drängnis riefen die Spartaner Athens Hilfe an, und Cimon, der für diearistokratischen Einrichtungen dieses Staates eine große Vorliebe hatte, setztees durch, daß ein Hilssheer abgeschickt wurde. Aber die mißtrauischen Spar-taner entließen dasselbe wieder, was die Athener dermaßen beleidigte, daß sieCnnon durch das Scherbengericht Verbannten und den Messeniern, als sie nacheurem zehnjährigen Kampfe ihre Bergfeste Jthöme übergeben mußten, die«eestadt Naupaktus als Wohnort einräumten. Zwar gewannen die Spar-taner in Verbindung mit der thessalischen Ritterschaft in dem Treffen beiDanägra einige Vorteile über die Athener, welche den verbannten CimonAcht in ihren Reihen mitkämpfen ließen; aber die tapfere Haltung seiner altenWaffengefährten, die im rühmlichen Streit den Heldentod starben, überzeugtedie Athener von der edlen Vaterlandsliebe ihres Mitbürgers; sie riefen ihnzurück und erfochten bald einen neuen Sieg „bei den Weinbergen" (Üno-bhyta), der ihre Vorherrschaft in ganz Hellas begründete. Cimon starbwährend eines neuen Kriegszuges gegen die Perser hochgeehrt und betrauertaus der Insel Chpern im I. 449. — Perikles, ein durch hohe Talente, Bil-dung und Beredsamkeit ausgezeichneter Staatsmann und Feldherr, übtewahrend seines Lebens einen solchen Einfluß auf das Gemeinwesen und dasvon Athen, daß man die Jahre seiner Wirksamkeit das periklLische Zeit-Awr nennt. Darunter versteht man die Zeit, da Athen im innern seine höchsteBlüte und nach außen seine größte Macht besaß. Perikles verschönerte dieAtadt durch Errichtung von Tempeln und Prachtgebäuden (Parthenon,Kwphläen); er beförderte Künste und Wissenschaften; er zog geistreicheMänner, vor allen den großen Künstler Phidias, in sein gastfreies Haus, woM.Eingebildete Uspas'ra von Milet in Anmut waltete; er verschaffte jedemMittel und Gelegenheit, sich zu bilden und auszuzeichnen, und bewirkte da-AAch- baß Geschmack an Kunst, Litteratur und Dichtung bis in die unterstenBvlksklassen drang. Aus einer vornehmen und reichen Familie abstammend,Mr er doch ein volkstümlicher Mann und huldigte demokratischen Grund-Aden. Ex traf die Anordnung, daß jeder athenische Bürger, wenn er zuTuscht saß, oder in der Volksversammlung anwesend war, oder im Heer und"Us der Flotte diente, Tagegebühren erhielt; er ließ freigebige Spenden an die
4 *
«««.
4«r.
«S7,
PerilleSv. »so.