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Geschichte der alten Welt.
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dürftige Menge verteilen; er veranstaltete prachtvolle Feste, Schauspiele undAufzüge zur Ergötzung des schaulustigen Volkes. Durch seine Wirksamkeit ge-langte der athenische Staat auf eine solche Höhe der Bildung, daß fast alleBürger als gleichbesähigt zu allen Ämtern und Verrichtungen gelten konnten,daher auch die Bestimmung , daß die meisten öffentlichen Stellen durch dasLos besetzt werden sollten, in Athen weniger Nachteile hatte, als an andernOrten eine solche Einrichtung herbeigeführt hätte. Zugleich erlangte Athendurch Perikles den höchsten Rang nach außen. Athenische Schiffe beherrschtendas ägäische Meer und machten dre Inselbewohner zinspslichtig, wodurch un-ermeßliche Geldsummen nach der Hauptstadt flössen. Trug doch die Bildsäuleder Pallas Athene im Parthenon ein Gewand von gediegenem Golde. AthenischeHeere kämpften siegreich mit den Thebanern und Spartanern, ehe die unglücklicheSchlacht von Koronea ihrem Waffenglück ein Ziel setzte. Nach dieser Schlacht,worin die Athener, durchböotische Aristokraten und Flüchtlinge geschlagen, zumteil fielen, zum teil gefangen wurden, mußte Perikles eilen, durch Abschlußdes periklöischen Friedens Athen vom drohenden Verderben zu erretten.
3. Der peloponnefische Krieg (431-404).
§.59. Der periklöische Friede war von kurzer Dauer. Das Glückder Athener erfüllte Sparta mit Neid und Mißgunst, der Übermut unddie Härte, womit jene die unterjochten Bundesgenossen, besonders die nachlangem Kampfe überwundene Insel Ägina, behandelten, erzeugten Unwillenund Haß. Bald standen zwei feindliche Mächte einander gerüstet gegenüber:der athenische Bund, dem die meisten Küstenstädte und Inseln angehörten,mit dem es die demokratische Volkspartei aller Staaten hielt und dessen Haupt-stärke in seiner Seemacht bestand; und der p elop o nn esische Bund mit Spartaan der Spitze, dem die dorischen und die meisten äolischen Staaten (Böotienu. a.) anhingen, auf den die aristokratische Partei der verschiedenen Städteihre Hoffnungen gründete und dessen Vertrauen auf dem tapferen Landhecrberuhte. Lange scheuten sich die Spartaner, den Kampf zu beginnen. Als aberdie Korinther Klage führten, daß die Athener den Frieden gebrochen hätten,indem sie der Insel Corchra (Kerkhra) in ihrem Krieg gegen den MutterstaatKorinth Beistand leisteten und die korinthische Kolonie Potidäa in Mace-donien belagert hielten und hart bedrängten, als die kleine dorische StadtMegara, die fast ganz vom Handel mit Athen lebte, sich beschwerte, daß sievon allen Seehäfen und Märkten Attikas ausgeschlossen worden, da begannder peloponnesische Krieg, der 27 Jahre lang Griechenland aufs furcht-barste verheerte.
§. 60. Als der Krieg erklärt war, fiel ein spartanisches Heer unter demKönig Archivämus in Attika ein und verwüstete das Land. Da berief Periklesdie attischen Landbewohner in die Hauptstadt und rüstete eine Flotte aus, mitder er an den Küsten des Peloponnes landete und Vergeltung übte. Dies wurdeeinige Zeit hindurch sortgesetzt, bis infolge der Übervölkerung zu Athen eineentsetzliche P est ausbrach, die taufende von Menschen dahinraffte und zuletzt Pe-rikles selbst ins Grab stürzte, nachdem er zwei ferner Söhne und viele Freundeund Anhänger sterben gesehen. Sein Trost auf dem Sterbelager war, daß keinerder lebenden Athener um seinetwillen je ein Trauerkleid angelegt habe. Der Toddes großen Mannes war für Athen ein schweres Unglück, indem fetzt selbstsüch-tige Demagogen, wie der Gerbereibesitzer Kleon, starken Einfluß gewannen, dasVolk durch Schmeichelei verführten und den Krieg zu verlängern suchten. Durchinnere Zwietracht und Parteiwut gefchwächt, mußten die Athener zusehen, wiedie Platäer, ihre treuesten Bundesgenossen, nach dem heldenmütigsten Kampfe