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Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung / Georg Weber
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>4. 8- 65. L. Die griechische Welt. 55

be- Statthalters von Kleinasien, Cyrus deS Jüngern, bediente, um mit per-ln- fischer Hilfe die lacedämonische Motte zu vergrößern. Hierauf benutzte er

ug die Nachlässigkeit der athenischen Feldherren, welche in sträflicher Sicherheit die

ccr Bande der Kriegszucht gelockert und ihre Schiffsmannschaft aufs feste Land

on gelassen hatten, um sie unerwartet bei dem Ziegenfluffe (Agospotämos) an

nd dem stachen Ufer des Hellespont zu überfallen und sich ihrer sämtlichen Schiffe,

>er bis aus neun, zu bemächtigen. Nun war Athens Macht dahin. Nachdem Ly-

an sander die den Athenern befreundeten Inseln und Städte zur Unterwerfung

>gt gebracht hatte, schloß er Athen selbst von der Land- und Seeseite ein und zwang

ur die übervölkerte und von Parteiwut zerrissene Stadt durch Hunger zur Er-

en gebung. Die langen Mauern und Festungswerke wurden unter Flötenspicl

)ie niedergerissen, die Schiffe bis auf zwölf den Spartanern ausgeliefert und alle

'd- Flüchtlinge und Verbannten zurückgeführt. Dann hob Lysander die demokra-

fe. nsche Verfassung auf, machte dem Volksstaat ein Ende und übergab die Ne-ig. grerung dreißig vornehmen mit Sparta verbündeten Athenern. Diese unter

en dem Namen der „Dreißig" oder auch der dreißig Tyrannen bekannten Aristo-

»d . traten, den talentvollen, aber leidenschaftlichen Kritias an der Spitze, wütc-

m ten mit Mord und Verbannung gegen die Volkspartei, wie gegen ihre eigenen

u, gemäßigten Standesgenossen. Ließ doch Kritias das frühere Aristokraten-

a- bäum TheramLnes, einen in die Bewegungen dieser Zeit tief verflochtenen

en -bcann, der mit ihm uneinig geworden war, ins Gefängnis führen und den

>te Giftbecher tunken. Um diese Zeit fand auch Alcibiades in Kleinasien durch die

as Pcrier einen gewaltsamen Tod. Die Spartaner wünschten seinen Untergang,

id Daher wurde seine Wohnung auf Befehl des persischen Statthalters von

Truppen umstellt, das Haus in Brand gesteckt und er selbst, indem er sich da-cn kaus durch die Flammen retten wollte, aus der Ferne mit Pfeilen getötet. Er

m hatte noch nicht das fünfzigste Jahr erreicht. Begabt wie wenige Sterbliche,

id bat er während seines unruhigen Lebens seine Talente und seinen fruchtbaren

id ^ttst mehr zum Schaden als zum Nutzen seines Vaterlandes angewendet. Die

m Legierung des Schreckens unter der Oligarchie der Dreißigmänner war indes

a- kurzer Dauer. Thrasybülus, ein' vaterländischer Mann, sammelte die

d. Flüchtlinge und Verbannten um sich und zog gegen Athen. Kritias fiel ini

er Kampf, die übrigen gerieten durch Verrat in die Hände der Sieger und wurden

lg entweder hingerichtet oder des Landes verwiesen. Darauf kam, als Euklrdes

n. erster Archon war, unter Vermittelung des Spartanerkönigs Pausanias zwischen

er hen beiden Parteien der athenischen Bürgerschaft eine Ausgleichung zustande,

:n Molge deren die demokratische Verfassung wieder hergestellt, die Rechtsan-

:n wrüche über Besitz und Eigentum nach Billigkeit geschlichtet und durch Er-

er teilung einer Amnestie Ordnung und Frieden dem geschwächten Staat zurück-

er gegeben wurden. Aber die Sitten stimmten nicht mehr zu den alten Gesetzen

ch ww Staatseinrichtungen; Ruhe und Verweichlichung traten an die Stelle der

st körperlichen Abhärtung früherer Tage; Bequemlichkeit und Genußsucht er-

e- fugten Widerwillen gegen kriegerische Zucht und Arbeit; Buhlerinnen (He-il- sZr e n) von leichten Sitten lockerten das Familienleben und die ehrbare Häus-

n lichkeit der alten Zeit.

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s 4. Sokrates.

^ 8. 65. Durch den peloponnesischen Krieg wurde nicht nur der äußere

n ^kucksstand der Griechen und die Blüte der Staaten im innersten geknickt;

swch die Sitten waren ausgeartet, Habgier und Selbstsucht erstickten die edlerenPfuhle; Rechtschaffenheit und bürgerliche Tugend wurden weniger geachtetn "ls Witz und Klugheit. Zu diesem Sittenverderbnis trugen in Athen nament-

iar.

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4or.