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Geschichte der alten Welt. Z. 89.
Herstellung der lhkurgischen Einrichtung und Lebensweisedrangen. Aber Agis wurde von seinen Feinden gestürzt und grausam getötet,und Kleomenes, der durch Entschlossenheit sein Vorhaben in Sparta durch-setzte und dann die übrigen peloponnesischen Staaten zur Anerkennung derspartanischen Vorherrschaft zwingen wollte, verlor gegen den von Macedonien22 -. unterstützten achmschen Bund die Schlacht von Sellasla in Arkadien undsah sich zur Flucht nach Al ex an dria genötigt, wo er und seine Getreuen22 °. nach einem vereitelten Aufstand sich selbst den Dolch in die Brust stießen.
Zwölf Jahre nach dem Tode des heldenmütigen Kleomenes wurde Sparta2 v 8 . von dem tapfern Philopiimen, der nach des Aratus Vergiftung durch mace-domsche Tücke Oberhaupt des achäischen Bundes geworden war, erobert undeinige Zeit nachher gezwungen, oem Bunde selbst beizutreten und die lykurgi-schen Einrichtungen vollends abzuschaffen. Durch grausame Soldatenkömge(wie Nabrs) waren alle angesehenen und wohlhabenden Bürger in Spartaermordet oder vertrieben und die alte Heldenstadt in eine Räuberhöhle ver-wandelt worden. Später geriet Philopömen bei einem Kriege gegen diei8Z. Messerner m die Gewalt der Feinde und mußte im Gefängnis den Giftbechertrinken. Nach dem Tode dieses „letzten Griechen" sank die Macht des awäischenBundes, daher die Römer sich bald ohne harten Kampf des ganzen Landesbemerstern konnten.
v) Die Ptolemäer und Seleuciden«
8- 89. Unter Alexanders Nachfolgern waren Seleucus und Ptolemäusdie glücklichsten. Dem ersteren gelang es, nach vielen erfolgreichen Kriegensich alle Länder vom Hellespont bis nach Indien zu unterwerfen und dassyrische Reich der Seleuciden zu gründen. Er legte das glänzenoe Antiochiaam Orontes und Seleucraam Tigris an. Durch diese wie durch die vierzigandern Städte, die er und seine Nachfolger erbauen ließen, wurden griechischeSitte und Sprache immer rnehr im Morgenlande herrschend, so daß vonnun an Kleinasien, Syrien und Ägypten die Hauptsitze der Bildung und desWeltverkehrs waren. Aber dieser Zustand hoher Kultur war kein erfreulicher.Unermeßliche Reichtümer, die daselbst zusammenflössen, führten Weichlichkeit,Schwelgerei und Wollust herbei; Schlaffheit schwächte das Volk und erzeugteeinen knechtischen Geist, der sich in der niedrigsten Schmeichelei gegen oielasterhaften Könige kund gab. Blutige Greuel, Herrschaft von Weibern undGünstlingen, allgemeine Verworfenheit und Sittenverderbnis bilden nebenwechselvollen Kriegen den Inhalt der Geschichte der Seleuciden, unter denenSiu. Antiöchus m. (der Große) sowohl wegen seiner Feldzüge nach Indien, als wegen^ 8 i 7 seines unglücklichen Kampfes gegen die Römer (§. 122) am bekanntesten ist.linier so kraftlosen und verworfenen Regenten fiel es einigen unternehmendenMännern nicht schwer, kleinere selbständige Staaten zu gründen. Von diesensst das Königreich Pergämum in Kleinasien und oas Reich der Part herm., « worden „des Euphrat am berühmtesten geworden. — In ähnlicher Lageds°s' 28 ni befand sich Ägypten unter den Ptolemiiern. Die drei ersten Könige, Ptole-Soter, Ptolemäus Philadelphus und Ptolemäus Euergetes, grün-1 - 247. beten eine große Militär- und Seemacht, mittels welcher sie ihr Gebietd'rgel?s" ffach allen Seiten hin erweiterten. Handel und Verkehr brachten Reichtümer;-t ü 2 i. Verwaltung und Steuerwesen wurden in hohem Grade ausgebildet;Alexandra war der Sitz des Welthandels, der Mittelpunkt der griechischenKunst, Litteratur und Bildung; das weltberühmte Museum mit seinenzahlreichen Bücherrollen und den Wohnungen für Gelehrte und Dichter standmit dem königlichen Palast in Verbindung. Die Religion bestand aus einer