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6. DaS Römerreich.
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Vergießen durchgeführte „Secession". — Bald hernach brach eine Hungersnotm Rom aus, und als endlich Schisie mit Getreide aus Sicilien ankamen,stellte der stolze Patrizier Martins Coriolanus den Antrag, man solle denPlebejern nicht eher etwas davon aus den öffentlichen Vorratshäusern ver-abreichen, als bis sie in die Abschaffung der Volkstribunen gewilligt hätten.Da sprachen die Plebejer in ihrer Versammlung die Acht über ihn aus undnötigten ihn zur Flucht. Rachedürstend begab er sich zu den Volskern undberedete sie, unter seiner Führung einen Ernsall in das römische Gebiet zuMachen. Schon waren sie verheerend bis zum fünften Meilenstein vorge-drungen, als es den vereinten Bitten der Mutter und Gattin des Feldherrngelang, sein Gewissen zu rühren und ihn zum Rückzug zu bewegen. Aus Zorndarüber sollen ihn die Volsker erschlagen haben, behielten aber die erobertenStädte.
d) Die Fabier. Cincinnatus. Die Decemvirn.
„8-101. Durch den Zwiespalt der Stände wurde Rom so geschwächt, daßme äußern Feinde eine Landstadt um die andere an sich rissen und das römischeGebiet schmälerten. Die Plebejer, deren Arm die Schlachten gewinnen mußte,hatten wenig Lust, ihr Blut zu verspritzen, um ihre Dränger mächtiger undrercher zu machen; sie ließen sich sogar mitunter freiwillig schlagen, wenn einharter Patrizier ihr Anführer war. Solches geschah in eurem Krieg gegen dieVejenter, wo ein Fabier den Oberbefehl führte. Diese Schmach ging derhochherzigen Familie der Fabier so nahe, daß sie von dem an ihre Gesinnungänderten, sich der Plebejer annahmen und dann insgesamt gegen die Vejenterzum Kampf auszogen. Von einem festen Standort aus fügten sie den Feindengroßen Schaden zu und kehrten von manchem Strauß siegreich und beute-beladen zurück, bis sie zuletzt, verleitet von der Begierde, eure absichtlich insFrere getriebene Viehherde zu rauben, in einen Hinterhalt gerieten und nachder tapfersten Verteidigung sämtlich erschlagen wurden. Nur ein Einziger,der noch nicht bei Jahren war, überlebte den Untergang seines Geschlechts.-Wre die Vejenter von Norden das„römische Gebiet beunruhigten, so machtenvon Süden her die Volsker und Aquer verheerende Einfälle. Die letzteren,deren Sitze sich bis nach Präneste, wenige Meilen von Rom, erstreckten, be-kämpften einst die Römer am Berge Algldus mit solchem Erfolg, daß diesem ihrem Lager umringt wurden und in Gefangenschaft gekommen wären,wenn sie nicht Cincinnatus befreit hätte. Als nämlich der Senat von der Notdes Heeres unterrichtet ward, ernannte er den Patrizier Cincinnatus zum Dik-tator. Dieser war in seinem Vermögen durch Unglücksfälle so herunterge-kommen, daß er nur noch ein Gütchen auf dem rechten Tiberufer besaß, welcheser selbst bebaute, als der Ruf des Senats an ihn gelangte. Er verließ alsbaldden Pflug, eilte mit der römischen Jugend, die sich um ihn scharte, an denOrt der Gefahr und umstellte in der Nacht die Aquer. Als diese am andernMorgen, durch ein großes Geschrei aufgeweckt, die Lage der Dinge erkannten,Achten sie sich in Kriegsgefangenschaft ergeben und nach Ablieferung ihrerraffen, ihres Gepäcks, ihrer Rosse und Saumtiere unter einem aus dreiSpeeren gebildeten Joch durchgehen.
,8- 102. Heiße Kämpfe führten die Plebejer mit den Patriziern umGleichheit der Rechte. Sie verlangten.vor allem Ackergesetze, geschrie-benes Recht und Teilnahme an den Ämtern. 1. Das römische Gemein-wesen war rm Besitz großer Ländereien und Weidestrecken (Z.96), die Eigentumves Staats waren, deren Nutznießung aber den Patriziern zustand unter der-Bedingung, daß sie eine Nutzungssteuer, den Zehnten vom Ertrag des Ackersund ein Hutgeld für die Herden auf dem Weideland an die Staatskasse ent-
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