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Geschichte der alten Welt.
Held Timoleon, nachdem er die Stadt befreit und den Tyrannen zur Fluchtgezwungen, durch die siegreiche Schlacht am Krimesus den Fortschritten desn-s'-ui afrikanischen Handelsvolks eine Schranke. Als sich aber der kühne Abenteurer-289. Agathokles, wie einst der ältere Dionysius, von dem niedrigen Stande einesTöpfers zur Herrschaft von Syrakus emporschwang, wurde der Krieg erneuert undmit solchem Glückswechsel geführt, daß zu gleicher Zeit Syrakus von den Kar-thagern und Karthago von Agathokles' Heer belagert wurde. Der letztereEos- bemächtigte sich der Nordküste von Afrika und nahm den Königstitel an.Aber bald trat eine Wendung ein; sein Heer wurde vernichtet und er mußte heim-lich nach Syrakus fliehen, wo er durch Mord und Grausamkeit seine Herrschaftaufs neue befestigte, bis ein ihm beigebrachtes Gift seine Lebenskraft dergestaltverzehrte, daß der greise Tyrann in seine eigene Verbrennung willigte. Sein2 ss. Tod führte einen Zustand wilder Gesetzlosigkeit in Sicilien herbei, indem sich282 . se^e campanischen Söldner (Mamertiner) auf ihrem Heimwege der StadtMessina bemächtigten, die männliche Bevölkerung teils ermordeten, teils ver-jagten und dann die ganze Insel mit Raub und Verwüstung füllten. In dieserNot wählten die Shrakusaner den tapfern und leutseligen Hiero zu ihrem27«. König. Dieser zog, vereint mit den Karthagern, gegen die Mamertiner, be-siegte sie und belagerte ihre Stadt Messina. Dadurch kamen die Mamertinerbald so sehr ins Gedränge, daß sie sich um Hilfe nach Rom wendeten.
8.113. Trotz des Widerstrebend von feiten der ehrenhafteren Bürgerbedachten sich die Römer nicht lange, mit den räuberischen Mamertinern einSchutzbündnis einzugehen und dadurch Gelegenheit zur Eroberung der schönenund reichen Insel zu erlangen, so sehr sie auch einsahen, daß die eifersüchtigenKarthager, die bereits im Besitz der Burg von Messina waren, aus allenKräften ihnen widerstehen würden. Einem römischen Hilfsheer gelang es als-bald, die unter sich entzweiten Feinde von den Mauern der Stadt zurückzu-treiben, Hiero zu einem Bunde mit Rom zu bringen und den Karthagern die2 « 2 . wichtige Stadt Agrigent zu entreißen. Daraus ließen die Römer nach demMuster eines gescheiterten punischen Schiffes eine Flotte bauen und gewannen,vermittelst einer Enterbrücke, womit die feindlichen Fahrzeuge festgehaltenund der Kampf einem Landgefechte ähnlich gemacht werden konnte, unter dem260 . Konsul Duilius die erste Seeschlacht bei Mylä unweit der liparischen Inseln.Ermutigt durch diesen Sieg, beschlossen die Römer nunmehr, den Karthagerndie Seeherrschaft zu entreißen, und setzten mit einer Flotte und einem großenLandheer unter dem wackeren Konsul Regülus nach Afrika über. Eroberndund verheerend rückte Regulus allmählich bis vor die Thore von Karthago,unterstützt von den abgefallenen Städten und Völkerschaften. Die bestürztenKarthager baten um Frieden; als ihnen aber der stolze Sieger zu harte Be-dingungen stellte, rüsteten sie sich zur verzweifelten Gegenwehr; sie vermehrtendie Zahl ihrer Söldnertruppen und übertrugen einem geübten Scharenführer,dem Spartaner Lanthippus, die Leitung des Verteidigungskrieges. Dieser2 »s. schlug bei der Hafenstadt Tunes die Römer dermaßen, daß sich von dem schö-nen Heere nur 2000 Mann retteten; die andern wurden teils getötet, teils ge-rieten sie mit dem Konsul in Kriegsgefangenschaft. Furchtbar straften diePunier die abgefallenen Gemeinden an Leben und Gut. Sie legten ihnen einehohe Abgabe m Geld und Rindern aus; die Zahl der numidischen Häupt-linge und Ortsvorsteher, die am Kreuze starben, wird auf 3000 angegeben.
ß. 114. Diesem Schlag folgte eine Reihe von Unfällen. Zwei Flottengingen durch Stürme zu Grunde, so daß die Römer einige Jahre aus den See-krieg verzichteten; zu Land versuchten sie. sich nur in kleinen Kämpfen, ausFurcht vor den Elefanten, die bei Tunes den Ausschlag gegeben, deren sie sich