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Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung / Georg Weber
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89
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8. 115. 116.

0. Das Römerreich.

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selbst aber noch nicht bedienten. Nach einigen Jahren erholten sie sich jedochwieder; sie machten einen glücklichen Ausfall aus Panornrus (Palermo), schlu-gen die Karthager zurück und brachten alle Elefanten in ihre Gewalt. Da schicktenme Karthager, wie es heißt, den Regulus nach Rom, um eine Auswechselungder Gefangenen zu erwirken, nachdem sie ihm zuvor den Schwur abgenommen,wenn ihm sein Auftrag nicht gelänge, wieder in die Gefangenschaft zurückzukehren,^regulus widerriet dem Senate die Auswechselung, weil sie dem Vaterlande nach-teilig wäre, und reiste dann, seinem Eide getreu, nach Karthago zurück. Dar-über gerieten die Karthager in Zorn und töteten den hochsinnigen Mann aufdre martervollste Weise. — Noch schwankte der Sieg einige Jahre. Der unge-schickte Konsul Appius Claudius, der trotz der ungünstigen Vorzeichen(Auspicien) sich bei Drepänum in eine Schlacht einließ, wurde zu Wasser undZu Land geschlagen. Endlich bemächtigte siih der ^treffliche karthagische Feld-herr Hamilkar Barkas der Feste Eryx und überwachte von der Felsenhöheherab alle Bewegungen der Römer. Dies war nur so lange möglich, als ervon Drepänum her mit allem Nötigen versehen werden konnte und keine rö-mische Flotte die Zufuhren zur See hinderte. Sobald aber zu Rom infolgeeines großartigen patriotischen Aufschwungs durch Privatbeiträge und Ver-äußerung der Tempelschätze wieder eine Flotte von 200 Segeln ausgerüstetwar und der Konsul Lutatlus Catnlus bei den ägatlschen Inseln die feindlicheKriegsflotte geschlagen hatte, mußten die Karthager schnell in einen Friedenwilligen, worin sie auf Sicilien verzichteten, die so lange verteidigten Festungenden neuen Herren der Insel übergaben und eine große Entschädigungssummefür die Kriegskosten zu zahlen versprachen.

d) Der zweite panische Krieg (218—LOS).

ß. 115. Während die Karthager nach dem Frieden mit ihren empörtenMiettruppen, denen sie den versprochenen Sold kürzen wollten, einen dreijäh-vigen schrecklichen Krieg zu führen hatten, dehnten die Römer ihr Gebiet nachallen Seiten aus. Sie verwandelten Sicilien, die „Kornkammer" Italiens,rn die erste römische Provinz, bemächtigten sich Corsicas und Sardiniensstach schweren Kämpfen mit den halbwilden Einwohnern und entrissen den see-Auberischen Jllhriern die Insel Corcyra (Korfu) und einige Küstenstädte.Den härtesten Kampf aber bestanden sie mit den cisalpinischen Galliern,welche, unterstützt von ihren rauhen Stammgenossen aus den Alven und vomobern Rhonethal, verheerend in Etrurien eingefallen waren. Nachdem die Rö-Wer die tapfern, aber schlechtbewehrten Feinde in zwei blutigen Schlachten, beiDelämon an der Küste Etruriens und bei Clastidium am Po, überwältigthatten, wurden die fruchtbaren Landstriche diesseits und jenseits des Po dor-nst in die italische Wehrgenossenschaft hineingezogen und durch zwei Heer-straßen (der flaminische und ämilische Weg) mit Rom in Verbindung ge-bracht, in der Folge aber unter dem Namen Gallia cisalpma in eine römi-sche Provinz verwandelt.

, Z. 116. Mittlerweile machten die Karthager Eroberungen in dem metall-ischen Südspanien, zuerst unter dem tapfern Hamilkar Barkas und nachbesten Tod in offener Feldschlacht unter dem klugen Hasdrübal, und legtenru der Hafenstadt Neu-Karthago (Carthagena) einen trefflichen Waffenplatzstüt der stattlichen „Königsburg" an. Dies erweckte die Furcht und den Neidber Römer. Sie zwangen daher den Hasdrübal in einem Vertrage zu erklären,i'daß er den Ebro (Jberus) als die Grenze anerkenne, über welche hinaus Kar-thago nicht berechtigt sein sollte, seine Eroberungen auszudehnen" und schloffenzugleich mit der reichen und mächtigen Handelsstadt Saguntum im Süden

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