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Geschichte der alten Welt.
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unter Fulvius Flaccus mußte sich das ausgehungerte Capua ergeben. 28 Se-2 »i. natoren starben durch eigene Hand, 53 durch das Beil des Henkers; die Bürgerwurden zu Sklaven gemacht und fremde Ansiedler mit ihrem Eigentum be-schenkt. Capuas Schätze wanderten nach Rom, alle Rechte wurden vernichtetund römische Präsekten geboten seitdem in der Stadt. Zwei Jahre späterLos. ^ch T arent, das sich gleichfalls an Hannibal angeschlossen hatte, wiederin die Gewalt der Römer. Fabius Maximus, „Roms Schild", führte dieEinwohner in Sklaverei und bemächtigte sich ihrer Schätze, aber die Statuen„der zürnenden Götter" ließ er stehen. Schrecken führte bald die abgefallenenStaaten den Römern wieder zu und Hannibals Lage ohne Geld, Trnppen-Zos. sendungen und Zufuhr wurde mit jedem Tag bedenklicher. Der Sieg bei Ve-nusia, wo Marcellus, „Roms Schwert", durch einen Hinterhalt fiel, wardie letzte glückliche Waffenthat der Karthager.
tz. 120. Nunmehr war Spanien Hannibals einzige Hoffnung, da ihndas undankbare Vaterland verließ. Dort war sein Bruder Hasdrubal,nachdem er die Römer lange mit Glück bekämpft hatte, endlich von dem jungen,hochsinnigen Cornelius Scipio so sehr in die Enge getrieben worden, daß ernicht mehr bleiben konnte und sich daher mit seinem Bruder, welcher ihn nachItalien berief, zu vereinigen beschloß. Auf demselben Alpenweäe wie einst208 - Hannibal, zog auch Hasdrubal nach Oberitalien und wendete sich dann nachder Küste des adriatischen Meeres, um zu seinem Bruder zu stoßen, der inUnteritalien dem Konsul Claudius Nero gegenüber gelagert war. Aber derkühne Entschluß des Konsuls, durch einen raschen Zug nach Umbrien unver-merkt eine Vereinigung mit seinem Kollegen Livius Salinator zu bewirken,führte den Tod des mutigen Hasdrubal und die Vernichtung seines Heeres2S7. am Flüßchen Metaurus (öder bei Sena) herbei, ehe Hannibal von dessen An-kunft Kunde erhalten, da die Römer alle Boten aufgefangen hatten. In Has-drubals blutigem Haupte, das der zurückgekehrte Konsul m das feindlicheLager schleuderte, erkannte der gebeugte Feldherr „Karthagos schrecklichesVerhängnis".
ß. 121. Im Unglück entfaltete Hannibal die wahre Größe seines Feld-herrntalents. Ohne Hilfe von außen, von seiner Vaterstadt notdürftig unter-stützt, in Italien ohne andere Bundesgenossen als die wenigen Städte, die wieKroton aus Furcht vor den punischen Besatzungen oder vor Roms Rache bei ihmausharrten, hielt er sich mit dem Reste seines Heeres noch etlicheJahre im äußer-sten Süden gegen den übermächtigen Feind. Mittlerweile eroberte CorneliusScipio Gades, das letzte Bollwerk der Karthager, und kehrte nach vollendeterUnterwerfung Spaniens sieggekrönt und beutebeladen nach Rom zurück, woer durch die Gunst des Volkes' das Konsulat erlangte. Aber in der Hauptstadt,wo er viele mächtige Gegner hatte und Gesetz und Verfassung seinem eigen-mächtigen Willen große Hemmnisse bereiteten, fand feine thatendürstende Seelekeine Ruhe und die begeisterte Volksgunst, die auf der anmutigen Heldengestaltruhte, spornte ihn zu neuen Unternehmungen. Als der behutsame Senat denPlan einer Landung und eines Feldzugs in Afrika nicht billigte, schlug Scipio,zum Statthalter von Sicilien ernannt, in Syrakus ein Werbelager'auf undfetzte dann, als viele Freischaren, namentlich die bei Cannä geflohenen undnach Wiederherstellung ihrer Ehre begierigen römischen Krieger sich bei ihmeingesunken und viele Städte ihn durch freiwillige Beiträge mit allen Be-dürfnissen ausgerüstet, von Lilybäum aus über das Mittelmeer. Mit Hilfedes numidischen Königs Masinissa, der ehedem in Spanien auf SeitenKarthagos Wider Scipio gestritten hatte, dann aber die Partei wechselte, alsjhn sein gegnerischer Nachbar, der Punicrfreund Syphax von Westnumidien