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Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung / Georg Weber
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8- 132.133. 6. Das Römerreich.

niter und Marser voran, kündigten den Römern den Gehorsam auf, schlössenemen italischen Bund und erklärten Corsinium, das snrder Italic« heißensollte, zur Hauptstadt des neuen Bundesstaats. Waffengeübte Heere rücktenms Feld. In Rom legte man Trauerkleioer an, bewaffnete die Freigelassenenund erteilte den treugebliebenen Latinern, Etruskern und Umbrern dasrömische Bürgerrecht, um sie vom Anschluß an die andern abzuhalten. Sogelang es den Römern nach wechselvollem Kriegsglück und vielen blutigen Ge-suchten, ihrer Feinde allmählich Herr zu werden. Das stolze „Gegen-Rom"'otalica sank wieder zur Landstadt Corsinium herab. Aber so drohend waruoch immer die Gährung, daß es die Römer für ratsam erachteten, durch Ver-ätzung des Bürgerrechts an sämtliche Bundesgenossen einer neuenMubung zuvorzukommen. Doch beschränkten sie diese „Neubürger" rück-Uchtuch der Stimmberechtigung und der Ämtererwerbung, indem man sie nurm acht Tribus einschrieb, eine halbe Maßregel, die den Samen neuer Stürmem sich trug.

H. 132. Der erste Krieg gegen Mithridates. Kaum waren die Bundes-genossen beschwichtigt, so drohte den Römern vom Orient aus ein eben so klugerals tapferer Feind — Mithridates, König von Pontus am schwarzen Meer.Ern Römerfeind wie Hannibal, suchte der sprachkundige, kriegsgeübte Fürstdre asiatischen und griechischen Staaten, die der Druck der Steuerpächter undZöllner in Verzweiflung setzte, in einen großen Bund zu vereinigen und vonRoms Botmäßigkeit zu befreien. Treulos und grausam, aber kräftig, unter-nehmend und von unverwüstlichem Widerstandsmut, war der pontische Königder bedeutendste Feind des römischen Volks, gegen das er sich wehrte, „wie derLöwe der Wüste gegen den Jäger". In ganz Vorderasien wurden nach seinerUnordnung an einem schrecklichen Mordtage alle Männer in der Toga, achtzig-fEstuo an Zahl, getötet. Zugleich bemächtigte er sich einiger römischen Bun-oesländer und schickte ein Heer nach Griechenland, um die Athener, Böotierund andere Staaten, die sich ihm angeschlossen hatten, zu beschützen. Da über-trug der römische Senat den Oberbefehl gegen Mithridates dem Sulla, derNch irn Bundesgenossenkrieg ausgezeichnet und zum Lohn das Konsulat erlangtuutte. Aber Marius benerdete seinen Gegner um den asiatischen Feldzug underwnkte mit Hilfe des beredten Volkstribuns Sulpicius und der NeubürgerAuen Volksbeschluß, wonach er selbst mit der Führung des MithridatischenKriegs beauftragt ward. Zwei Feldobersten überbrachten dem bei Nola ge-lagerten Sulla den Beschluß der Volksgemeinde, wurden aber alsbald von denverwilderten Soldaten gesteinigt, worauf Sulla auf Rom losrückte. Er ließinarrus mit elf seiner Genossen als Vaterlandsverräter ächten, stellte dasZiehen des Senats her und traf zweckmäßige Einrichtungen zur ErhaltungAuhe, zur Sicherung der öffentlichen Ordnung und der obrigkeitlichen^tvalt. Doch verfuhr er mit Mäßigung, um den Feldzug gegen Mithridatesulsoald antreten zu können. Marius rettete sich nach mannigfachen Gefahren"Uö Abenteuern auf geheimen Wegen und über die Sümpfe von Minturnä«ach Afrika.

,>.< 8-133. Der erste Bürgerkrieg. Nun setzte Sulla nach GriechenlandbiA erstürmte Athen, das durch ein furchtbares Blutbad für seinen Abfall.«3te, raubte in Delphi die Tempelschätze und besiegte die Feldherren des^Mischen Königs in zwei Schlachten. Dann zog er durch Macedonien undDränen nach Kleinasien und nötigte den Mithridates, der bereits von dem^ananer Flavius Fimbria, dem grausamen Zerstörer von Neu-Jlium, in« "lucht geschlagen worden war, zu einem Frieden, infolge dessen Rom nichtar ferne frühere Herrschaft über ganz Vorderasien wieder erlangte, sondern