6. Das Römerreich.
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H. 140. 141.
Kampfe gegen die konsularischen Heere seinen Untergang fand. Der Todesmutder Kämpfenden wäre einer besseren Sache würdig gewesen. Fünf seiner Mit-berschworenen starben eines gewaltsamen Todes im Kerker.
4. Die Jetten -es Las. Julius Cäsar.
§. 140. Das erste Triumvirat. Sullas Glück feuerte ehrsüchtige MännerZur Nachahmungan. Jeder suchte der Erste zu sein und den Staat nach Will-mr zu lenken. Während aber Pompejus, der ein fast königliches Ansehenbesaß, im Vollgenuß des Glücks und im behaglichen Wohlleben auf den Lor-beeren seines Ruhmes ruhte, überholte ihn allmählich sein großer NebenbuhlerC- Julius Cäsar. Dieser vereinigte äußere und innere Vorzüge, so daß ernicht minder als Redner und Schriftsteller, denn als Feldherr undKrieger ausgezeichnet war. Seine Freigebigkeit erwarb ihm die Volks-gunst und sein Ehrgeiz spornte ihn zu Großthaten. Um der Partei der Alt-Republikaner, an deren Spitze der charaktervolle M. Porcius Cato, derJüngere, stand, gewachsen zu sein, schloß Cäsar mit Pompejus und Crassuseinen Bund , Triumvirat (Dreimännerbund) genannt, worin sie sich gegen-seitigen Beistand zur Erreichung ihrer selbstsüchtigen Zwecke gelobten. Seit-dem beherrschten die drei Männer mit Hilfe der Volkspartei den Staat, ohnesich um den Senat fürder zu kümmern. Sie ließen die von Pompejus in Asiengetroffenen Einrichtungen bestätigen, entfernten Cato durch einen ehrenvollenAuftrag aus Rom und bewirkten durch den lasterhaften Tribun Clodius dieVerbannung Ciceros, weil er die Genossen Catilinas ohne richterliches Urteilhatte töten lassen. Nach einiger Zeit ließ sich Cäsar die Statthalterschaft inGallien übertragen, wo er einen langen Krieg zu führen hatte. Um nun inseinen Unternehmungen nicht gestört zu werden, erneuerte er zwei Jahre nach-her auf einer Zusammenkunft in Lucca das Triumvirat. Dadurch verbliebchm abermals auf fünf Jahre Gallien als Statthalterschaft; Pompejuserhrelt Spanien als Provinz, ließsiejedoch durchseine Unterbeamten (Legaten)verwalten, indes er in Rom eine diktatorische Macht übte. Crassus, der
larniens von dem parthischen Reiterheer besiegt und, nachdem sein tapfererSohn PubliuS mit dem größten Teil seiner Truppen gefallen war, auf derÄucht durch einen Hinterhalt getötet. Höhnend füllten die Sieger den bleichenMund des Unersättlichen mit Gold. Die römischen Feldzeichen gerieten inore Gewalt der Feinde. Von dem herrlichen Heer, das den Euphrat über-schritten, blieb die Hälfte auf dem Schlachtfelde, gegen 10000 Gefangene wür-ben im äußersten Osten des Reichs als Heerpflichtige Leibeigene angesiedelt.Rur einen geringen Überrest rettete der besonnene Legat Cassius nach Shrien.
. , 8-141. Cäsars gallische Kriege (58—50). In Gallien (Frankreich) undsUHelvetien (Schweiz) wohnten vor alters dieCelten, in viele kleine Staaten,Stämme und Völkerschaften geteilt und beherrscht von einem ritterlichenAdel und der stolzen Priesterschast der Druiden. Von diesem Gallien war bereitsder Südosten römische Provinz geworden (daher Provence), als die Helve-"er, von den Germanen gedrängt, den Plan faßten, ihr unfruchtbares BerglandZU verlassen und nach dem südwestlichen Gallien an der Garonne und denPhre-Uaen überzusiedeln. Dies wollten die Römer nicht dulden, weshalb Cäsar inGallien einrückte. Er besiegte die Helvetier in einer Schlacht bei BibractetMont Veuvray bei Antun) und zwang sie zur Rückkehr in ihre niedergebranntenDörfer und verwüsteten Gaue. Die am anmutigen Gestade des Leman gelegene^eltenstadt Noviodunum (j. Nyon) wurde eine römische Grenzfestung. — Als-dann überwand Cäsar den germanischen Heerführer Ariovist, der von den