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Z. 167. 168. 169.
2Lr».
Philippus
Arabs
244-
249.
Decks
249-
2SL.
GaMenuS
263—
268.
Claudius
Gothicus
268—
27V.
Nurelia-nuS 27V—S7S.
Tacitus
276.
ProbuS
276—
282.
Geschichte der alten Welt.
Mensch, der manche gute Einrichtung traf und den Ratschlägen seiner verstän-digen, dem Christentums geneigten Mutter Mammäa Gehör gab, aber fürdie Leitung so schwieriger Staatsverhältnisse waren seine Kräfte zu schwach.Die Prätorianer ermordeten ungestraft vor seinen Augen ihren Präfekten, dengroßen Rechtsgelehrten Ulpian, über dessen Strenge sie erbittert waren, undan der Ostgrenze stürzte Ardschir (Artaxerxes) die Partherherrschaft undgründete das neupersische Reich der Sassaniden, die bald erobernd in die rö-mischen Provinzen einbrachen. Durch Wiederbelebung des altpersischen (zoro-astrischen, A. 25) Sonnen- und Feuerdienstes suchten die Sassaniden in demVolke vaterländischen Sinn und Nationalgefühl zu wecken.
8- 167. Die Ermordung des Kaisers und seiner Mutter durch einen Sol-datenaufstand bei Mainz brachte das Reich in solche Verwirrung, daß inner-halb zwanzig Jahren zwölf Imperatoren erhoben und gestürzt wurden; Phi-lippus Arabs, der gleich Alexander Severus ein Freund der Christen war,suchte seine Regierung durch Veranstaltung eines glänzenden Säkularfesteszur Verherrlichung des tausendjährigen Bestandes der Stadt denkwürdig zumachen und sich zugleich die Gunst des Volkes und Heeres zu gewinnen. i^emNachfolger Decius, ein strenger Senator von altrömischer Sitte und Religion,verfolgte die Christen, fand aber einen frühen Tod im Kampf gegen die Gothen,einen deutschen Volksstamm, der an die untere Donau gezogen war und vondort aus Raubzüge zu Wasser und zu Land gegen das römische Reich unter-nahm. Nach seinem Fall schien die Auflösung des Reichs nahe zu sein, indemsich in verschiedenen Provinzen die Feldherren als Kaiser ausrufen ließen, sodaß die damaligen Geschichtschreiber die Jahre, während welcher Gallienus inRom regierte und sein Vater V alerianns in persischer Gefangenschaft schmach-tete, die Zeit der dreißig Tyrannen nennen. Unterdessen wurde der Ostenvon den Neupersern unter dem tapfern Schapur (Sapöres) feindlich heim-gesucht und die deutschen Völker bedrohten die übrigen Reichsgrenzen. BeiSirmium in Pannonien überwand der kriegskundige Kaiser Claudius II. dieGothen, erlag aber bald einer Pest.
8.168. Da ward Aurelianns, ein Mann von altrömischer Tapferkeitund rauher Kriegszucht, Wiederherstelle:: des Reichs. Er besiegte die ungehor-samen Feldherren, insbesondere Tetrlcus in Gallien, und zog gegen das pal-myrenische Königreich, welches Odenäthus auf einer Oase in Syrien ge-gründet hatte und nach dessen Tod seine schöne und heldenmütige GemahlinZenobia beherrschte. Die Palmenstadt (Palmyra), blühend durch Kunst,Wissenschaft und Handel, wurde eingenommen und zerstört und Zenobia imTriumph nach Rom geführt. Ihr Lehrer und Ratgeber, der wackere PhilosophLonginus, starb eines gewaltsamen Todes. Anfangs ein Anhänger der Neu-platoniker, die orientalischen Tiefsinn, Aberglauben und Wunderglauben mitPlatos Lehren verbanden und an die Stelle des praktischen Verstandes desalten RomS die unthätige Beschaulichkeit des Morgenlandes setzten, hatte sichLonginus später von dieser unklaren Weisheit abgewendet. Noch jetzt fesselndie Ruinen von Palmyra das Interesse der Reisenden. Im Norden stellteAurelian die Donaugrenze wieder her, gab den Feinden die jenseitige ProvinzDacien preis und verpflanzte die Einwohner auf das rechte Ufer; und damitdie Hariptstadt nicht durch einen plötzlichen Angriff in Gefahr komme, umgaber Rom mit einer Ringmauer.
8-169. Nachdem der strenge Aurelian von seinen Soldaten ermordet wor-den, sein Nachfolger, der reiche Tacitus, ein Abkömmling des Geschichtschrei-bers, auf einem Zuge Wider die Gothen umgekommen war, wurde der tapfereund redliche Probus auf den Thron erhoben. Dieser erweiterte und vollendete