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Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung / Georg Weber
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159
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Die Kreuzzüge.

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Abendland einen gewaltigen Schrecken und führte den dritten Kreuzzug her-bei. Bon der Südspitze Italiens bis zu den rauhen Berghöhen Skandinaviensströmten bewaffnete Scharen nach dem heiligen Lande. Wer zu Hause blieb,wurde in Frankreich und England mit einer Kreuzzugssteuer (Saladins-Zehnten) belastet. Die drei mächtigsten Monarchen des Abendlandes, Fried-rich Barbarossa von Deutschland, Philipp II. August von Frankreich undRichard Löwcnherz von England, nahmen das Kreuz. Mit einem wohl-gcriMeten Heere zog Kaiser Friedrich auf dem Landwege durch das griechischeReich nach Kleinasien, schlug nach einem schrecklichen Zug durch Einöden undWüsteneien im heißen Kampfe den Sultan von Jconium in der Nähe seinerHauptstadt und bewies bei der ganzen Unternehmung Umsicht, Mut undStandhaftigkeit. Als aber der greise Held mit jugendlicher Kühnheit überden reißenden Bergstrom Selef im südlichen Kleinasien setzen wollte, rissenlhn die Wogen mit sich fort. Entseelt wurde er in der Nähe von Seleuciaaus Land gezogen. Dre Ritter kehrten teils zurück, teils folgten sie dem zweitenSohn des Kaisers, Friedrich von Schwaben, zu König Guido nach Palä-stina, wo sie an der Belagerung von Akkon (Ptolemais) teilnahmen. Vordieser Stadt trafen bald nachher auch die Könige von Frankreich und Englandern, die den Seeweg über Sicilien eingeschlagen und Messina erstürmthatten. Ihren gemeinschaftlichen Anstrengungen gelang die EroberungAkkons, wobei Richard Löwenherz den Ruhm, den ihm sein Heldenmut undseine Tapferkeit erworben, durch Härte, Stolz und Grausamkeit befleckte.Gewinnsüchtig schloß er die Deutschen von der Beute aus, obwohl sich Leopoldvon Österreich bei der Einnahme von Akkon hervorgethan hatte, , und als der-selbe später seine Dienste bei der Befestigung von Askalon weigerte, ließ Richard,wie es heißt, die deutsche Fahne herunterreißen und durch den Sumpf ziehen;da das für die gefangenen Saracenen bedungene Lösegeld nicht zur Stundeentrichtet ward, wurden auf seinen Befehl drittehalbtausend dieser Unglück-lichen niedergehauen. Nach dem Falle von Akkon kehrte der französische König,d r mit seinem englischen Waffengefährten stets in Hader und Eifersucht lebte,M die Heimat zurück. Nun war Richard Löwenherz das einzige Oberhauptdes Unternehmens und sein Name war der Schrecken des Morgenlandes.Allein trotz aller Stärke und Tapferkeit vermochte er Jerusalem nicht zuerobern. Zweimal näherte er sich der heiligen Stadt auf eine Tagereise undschlug sein Lager auf, zog aber unverrichteter Dinge wieder ab. Streitigkeitenzwischen ihm und der französischen Ritterschaft, Uneinigkeit unter dem Kreuz-bar und die Stärke des Feindes hemmten bessere Erfolge. Nach Abschlußeures Vertrags, wodurch der Küstenstrich von Tyrus bis Joppe und der^gestörte Besuch der heiligen Orte den Christen zugesichert ward, zog auchRichard nach Hause. Von einem Sturm an Italiens Küste verschlagen, wolltee'' den Rückweg durch Deutschland antreten, wurde aber in der Nähe von Wienvon dem schwerbeleidigten Herzog Leopold verhaftet und dem habsüchtigenKaiser Heinrich VI. ausgeliefert, der ihn auf der Burg Trifels gefangen hieltvnd nur gegen ein schweres Lösegeld frei gab. Seine Gefangenschaft und seineEntdeckung durch den Sänger Blondel wurde in der Folge romantisch aus-geschmückt. Denn trotz aller Fehler war der ritterliche, tapfere Heldenkönig eine^oblingsgi-stM der mittelalterlichen Poesie. Seine Jugend hatte er in demwarmen Süden verlebt; dort, wo alles sang und focht, fühlte er sich zeit-wbens heimisch. Gesang und Dichtung waren stets sein Ergötzen,c. 8 224. Einen ganz eigentümlichen Ausgang hatte der vierte Kreuzzug.rsw Anfang des t 3. Jahrhunderts versammelten sich französische und italienischeR'tter unter der Anführung des Grafen Bonifacius von Montferrat und

Dritter

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Werter

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