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Die Hohenstaufen.
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Münzen des Kaisers in Palästina, sondern ließ auch durch Reisige, die mit demSchlüssel Petri bezeichnet waren, dessen Besitzungen in ünteritalren angreifen.Dies beschleunigte Friedrichs Heimkehr. Er trieb die päpstlichen Heere zurückMd bedrohte die Grenzen des Kirchenstaates, bis sich Gregor zum Frieden undZur Lösung des Bannes bereitwillig finden ließ. Hierauf widmete Friedrichsime ganze Sorgfalt der innern Wohlfahrt seiner Staaten. Nachdem er mDeutschland seinen ungehorsamen, mißleiteten Sohn Heinrich der Herrschaftund der Freiheit beraubt und seinen jüngeren Sohn Konrad an dessen Stellegesetzt, erließ er auf dem Reichstag zu Mainz Gesetze, welche dem zuneh-menden Raub- und Fehdeleben der Ritter steuern und einen dauernden Land-frieden begründen sollten; er gab dem sicilischen Königreich eine neue Ver-fassung, wodurch alle Staatsgewalt in die Hände königlicher Beamten undRichter gelegt ward; er begünstigte Handel, Gewerbsamkeit und Dichtkunst.Als er aber die lombardischen Städte zwingen wollte, den Bedingungendes Konstanzer Friedens gemäß (Z. 232) ihn als Oberherrn zu ehren und diekaiserlichen Hoheitsrrchte anzuerkennen, als er, gestützt auf seine „Erblande" inDeutschland und Italien, eine. kaiserliche Weltmonarchie aufzurichten gedachte,entbrannte ein furchtbarer Partei- und Prinzipienkrieg. In Verbindung mitden Ghibellincn und dem unmenschlichen Tyrannen Ezzelino in Verona,unterstützt von seinen treuen Saracenen in Unteritalien und seinen Söldner-scharen, besiegte Friedrich das vereinigte Heer der Lombarden bei Cortenuova»ch ..L. L—.- ^ ^
schönen Enzio (Heinz), das Königreich Sardinien verlieh, welches die Päpsteals Lehn des apostolischen Stuhles ansprachen, da erneuerte der greise Kirchen-fest seinen Bannfluch, schloß sich an tue Lombarden an und suchte dem Kaiser,M er des Unglaubens und der Religionsverachtung beschuldigte, allenthalbeniMnde zu bereiten. In heftigen Gegenschriften widerlegte Friedrich tue Be-icyuldigungen und vergalt Schmähungen mit Schmähungen; aber die Kirche*Ulg den Sieg davon.
8- 237. Als Gregor IX. endlich im Angesicht der kaiserlichen Heere,Mche Rom umlagert hielten, fast hundert Jahre alt ins Grab sank, schienksN. Friedrichs Lage günstiger zu gestalten. Nach einem Zwischenraum vonJahren, während welcher die hohenstausische Kriegsmannschaft den Kir-chenstaat besetzt hielt, wurde Kardinal Sinibalo Fieschi, ein Genuese, untermNamen Jnnocenz IV., zum Papst gewählt. Als man dem Kaiser Glück. pichte, weil der Gewählte bisher zu seinen Freunden gehört hatte, soll erAM haben: „Ich fürchte, daß ich einen Freund unter den Kardinälen ver-a^nhabe und einen Feind auf dem päpstlichen Stuhle wiederfinde, denn keinWst kann Ghibelline sein." Und er hatte richtig gesehen. Jnnocenz lenktedie Bahn des Vorgängers ein. Nach einigen gescheiterten Friedensver-yandlungen verließ er heimlich den Kirchenstaat, um aus des Kaisers BereichN kommen, und berief eine feierliche Kirchenversammlung nach der auf der» vsÄcheide der germanischen und romanischen Welt günstig gelegenen Bischof-Lyon. Ohne Friedrichs Verteidigung zu beachten, erneuerte hier derjWst in der strengsten Form den Bannfluch Wider den Kaiser, der ein Gottes-. uerer, ein heimlicher Mohammedaner, ein Feind der Kirche sei, erklärte ihnWürden und Kronen verlustig, entband seine Unterthanen ihres Eidesakk o- hte alle seine Anhänger mit dem Fluch der Kirche. Da loderte inhadern der Streit von neuem auf. In Deutschland glückte es der päpst-^ Partei, die Wahl eines Gegenkaisers in Heinrich Raspe von Thürin-
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