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England.
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reich. Hier verlebte er mehrere Jahre in einem burgundischen Kloster undsprach über die Anhänger des Königs und die Verwalter seines Erzbistumsden Kirchenbann aus. Durch Vermittelung des Papstes Alexander III. kamledoch nach einiger Zeit ein Vergleich zustande. Kaum war aber Thomas nachCanterburh zurückgekehrt, so verfuhr er mit der alten Strenge gegen die GM-uchen, welche die Artikel von Clarendon angenommen. Da entfuhr dem -MUH,der gerade wider Frankreich im Felde stand, ein Ausruf des Unwillens DmThomas. Er beschwerte sich über seine Ritter und Getreuen, daß sie ihn nuNeinmal von dem ränkevollen Priester zu erlösen vermöchten. Diese rasche Redehörten vier seiner Dienstmannen. Sie stahlen sich heimlich aus dem Lager,eilten auf verschiedenen Wegen nach England und ermordeten den Erzbischosauf den Stufen des Hochaltars. Diese kirchenschänderische That erregte allge-meines Entsetzen und verschaffte dem Papsttum einen vollständigen Sieg mEngland. Die Thäter wurden bestraft, die Konstitutionen von Clarendon ab-geschafft und Thomas Decket zum Heiligen erhoben. Tausende von Wall-fahrern pilgerten zu seinem Altare, und der König selbst gab einige Jahrespäter einen Beweis seiner Reue, indem er sich auf dem Grabe des Märtyrersvon den Mönchen den entblößten Rücken geißeln ließ.
8. 276. Von Heinrichs Söhnen überlebten den Vater zwei: RichardLöwcnhcrz (ß. 223) und Johann ohne Land. So sehr der erstere sich durch n«»-Tapferkeit und ritterlichen Heldenmut auszeichnete, für England war seineRegierung nicht heilbringend; Johann aber ist in allen Kämpfen unter-legen. Als er seinen Neffen Arthur, der nähere Rechte auf das Erbe der 121 «.P'lantagenets hatte, zu Rouen im Gefängnis töten ließ, lud ihn Phi-lipp August von Frankreich als Oberlchnsherr vor den Gerichtshof derPairs. Johann leistete der Ladung keine Folge und verlor darüber an denklugen, unternehmenden König dieNormandie und alle Erbländer seinesHauses an der Loire und Garonne; und als er mit dem Papste wegen Be-setzung des erzbischöslichen Stuhls von Canterburh in einen Streit geriet, in-folge dessen der heilige Vater Bann und Interdikt über England aussprach,die Unterthanen ihres Eides entband und den König von Frankreich zur Er-oberung des Landes aufforderte — da demütigte sich'Johann, indem er durcheinen feierlichen Akt die Krone von England dem Papste schenkte und sie gegeneinen jährlichen Tribut von tausend Mark aus den Händen des Legaten alspäpstliches Lehn wieder annahm. Nun wurde Johann von dem Banne los-gesprochen und dem französischen König der Kriegszug Wider ihn untersagt.Empört über diese entehrende Handlung eines Kömgs, der ohnehin durch ferneHärte, Willkür und Grausamkeit alle Stände gegen sich erbittert und durchore Niederlage bei Bouvines (§. 270) seine ritterliche Ehre eingebüßt hatte,kmff das englische Volk nunmehr zu den Waffen und zwang Johann, durch Er-lcrlung des großen Freibriefs (Nagva Oliarta) auf einer Wiese bei Windsorore Grundlage zur freien Verfassung Englands zu legen. DieserFreibrief sicherte dem Klerus das Wahlrecht seiner Bischöfe, dem Adel^freiung von lästigen Lehnsverpflichtungen, dem Bürgerstand freien Han-sel und Schutz gegen drückende, ungerechte Zölle. — Die lange Regierung
Johanns Sohn Heinrich III. wär der Erstarkung der Freiheit förderlich,Ir^aurig auch im ganzen der Zustand des Landes unter ihm war. Seine ver-sMmderische Freigebigkeit gegen Günstlinge, die Erpressungen der päpst-Legaten und italienischen Geistlichen schlugen dem Wohlstand des Landeskse Wunden und trieben zuletzt Adel und Volk zur Empörung. Simon vonb-!?""ort und Leicester, der Führer der Aufständischen, ein um die Aus-mung der englischen Verfassung hochverdienter Edelmann, hielt den Kömg
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