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Das Mittelalter.
Eduard I.»272-
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z. 277. 278.
und seine Familie einibe Zeit in Gefangenschaft, bis die Mißstände teilweisegehoben und neue Freiheiten gewährt wurden. Heinrichs III. Liebe für dieschönen Künste, die sich besonders in dem Bau der Westminsterabtei be-währte, sein Hang zu Pracht und Glanz war der Entwickelung der Gewero-thätigkeit und Kunst sehr förderlich.
Z. 277. Auf Heinrich III. folgte sein ritterlicher Sohn Eduard I., dessenRegierung durch eine Reihe blutiger Kriege denkwürdig ist. Er fügte das biS-her unabhängige Wales feinem Reiche bei, führte Englands Verfassung undGerichtswesen daselbst ein und legte zuerst dem Thronerben den Titel einesPrinzen von Wales zu. — Als bald darauf in Schottland ein Thron-streit zwischen RobertBruce und JohnBaliol ausbrach, wobei Eduardzum Schiedsrichter gewählt ward, benutzte er die Gelegenheit, um die viel l>e-strittene Lehnsherrlichkeit der englischen Könige über Schottland fest zu be-gründen, und entschied sich für Baliol, der die Huldigung zu leisten bereit war-Dies empörte die auf ihre Unabhängigkeit stolzen Schotten. Sie griffen zuiNSchwert und fochten unter der Leitung heldenmütiger Ritter, wie WilliarnWallace, die in der Sage wie im Lied viel gefeierten Freiheitskämpfe widerdie Engländer. Heiße Schlachten tränkten die Ebenen des südlichen Schott-lands mit dem Blute der Helden; Wallace starb als Gefangener durch dasBeil des Henkers; der Krönungsstein der schottischen Könige zu Scone wurdenach London gebracht, wo er noch jetzt die Westminsterabtei ziert; ganzSchottland bis in die Berge der Hochlande wurde von Eduards siegreich^Heeren durchschritten, und dennoch behaupteten die Schotten ihre Unabhängig-keit. Robert Bruce, der Enkel des erwähnten Thronbewerbers, erlangtenach mancherlei Wechselfällen die schottische .Krone, die in seinem Hause erblichblieb und endlich auf die verwandte Familie Sluarl überging. — EduardsSohn gleichen Namens war ein schwacher Fürst, der weder nach außen Estoberungen machen, noch im innern Ruhe und Ordnung erhalten konnte.Großen ergriffen wiederholt die Waffen gegen ihn, töteten feine Günstling'und sahen ruhig zu, wie zuletzt die Königin und ihr Buhle Mortimer deounglücklichen Monarchen vom Throne stürzten und eines martervollen Todesim Kerker sterben ließen. Als aber fein kräftiger Sohn Eduard III. zu JaEren kam, strafte er die frevelhafte That, indem er Mortimer hinrichten lUvund die Königin auf ein einsames Schloß Verbannte.
ß. 278. Eduard III. regierte nnt Kraft und Ruhm. Er traf Maßregel^zur Beschränkung der päpstlichen Eingriffe in die englische Kirche, wobei ^von dem Oxforder Professor Wyclifse (Z. 263) thätig unterstützt ward,verlieh vielen Städten das Recht, zu den Reichsversammlungen (PaEmenten) Abgeordnete zu schicken, wie schon feine Vorgänger gethan. DadMnahm die Zahl der Vertreter so zu, daß sie sich teilten und der hohe AdelW'den Prälaten fortan das Oberhaus (Peers-Haus), der niedere Lan^adel und die städtischen Abgeordneten das Unterhaus des Parla'ments bildeten. Ohne ihre Zustimmung durften keine Steuern erhoben nykeine Gesetze gegeben werden. — Die Erbfolgekriege, die Eduard III. und stSohn, der schwarze Prinz, mit den Franzosen führten, waren zum Vorn'der Engländer (tz. 271) und hoben noch außerdem, durch den Verkehr mit den'gewerbthätigen Flandern, die bürgerliche Industrie, die Quelle der spätern Grotz> Englands. Aber dieRegierung fernes Enkels und Nachfolgers Richard II. wEdurch innere Unruhen getrübt; ein gefährlicher Volks aufstand (§. 2,'Äkonnte nur mit Mühe durch des Königs rasche Entschlossenheit unterdriwWerden, und als Richard endlich den Urheber der meisten Störungen, seineVetter Heinrich von Lancaster, aus dem Reich verbannte, bildete sich drest
Eduard u. blieb und
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Eduard
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