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Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung / Georg Weber
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78.

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England.

197

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HemrichV.

141S-

1422.

VI.

1422—

1481.

nne Partei, ließ den König durch Parlamentsbeschluß des Throns mischenund schmückte sich dann selbst mit der Königskrone. Richard starb den Hunger-tod in einer entlegenen Burg in der Grafschaft Aork, indes Heinrich IV., Mit E,in-dem das Haus Lancaster auf den englischen Thron gelangte, durch Klugheit und H-uma,Tapferkeit die frevelhaft erworbene Krone sich und semen Nachkommen sicherte, i !!»»-Eine Empörung des englischen Adels unter dem Grafen von Northumber-laub und seinem ritterlichen Sohne Perch, genannt Heißsporn, endigte Mitder Niederlage der Aufständischen in der Schlacht von Shrewsbury.kirn die Geistlichkeit dem Regentenhaus geneigt zu machen, wurden die An-hänger Wycliffes, Lollarden genannt, verfolgt. Manchen hartnäckigen odereifrigen Häretiker schloß der „Lollardsturm" in London vorn menschlichen Um-gänge und vom erquickenden Sonnenlicht auf zeitlebens ab. Aus Heinrich iv.wlgte sein tapferer Sohn Heinrich V., dessen plgendlichen Leichtsinn, wie semenSeelcnadel und seine Heldengröße der große britische Dichter Shakespeareso meisterhaft gezeichnet hat. Er führte siegreiche Kriege mit Frankreich, aber H^nrichtvas er mit Glück und Tapferkeit erworben, ging unter seinem unmündigenSohne Heinrich VI. wieder verloren.

8- 279. Dieser sechste Heinrich war der unglücklichste Fürst, der je aufeinem Throne saß. Durch die Jungfrau von Orleans wurde ihm die fran-zösische Krone entrissen, die er als einjähriges Kind erlangt hatte (ß. 274);und durch die Kriege der roten und Weißen Rose ging er auch seiner eng-lischen Besitzungen verlustig. Richard , Herzog von Äork, Urenkel KönigEduards III., glaubte nämlich nähere Ansprüche an die englische Krone zuhaben als Heinrich VI. Er bildete eine mächtige Partei, entfaltete die Fahneder Empörung und begann den blutigen Bürgerkrieg, der von den Zeichender Parteihäupter den Namen der roten (Lancaster) und Weißen Gork)

Rose führt. Zwar erlag Richard in einer heißen Feldschlacht den Truppender Königin, die sein Haupt mit einer papiernen Krone schmücken und auf denZinnen von Jork aufpflanzen ließ; aber Richards Erstgeborner, der ritterlicheEduard, rächte des Vaters Schmach. Er bemächtigte sich des Throns, undtvie viele Wechselfälle auch seine Regierung trafen, er behauptete sich zuletzt aufdemselben, nachdem Heinrich von Lancaster, der viermal den Thron mitdem Kerker vertauschte, sein kummervolles Leben im Tower beschloßen hatteund sein Sohn getötet worden war. Aber die blutbefleckte Krone brachte auchdem Hause Nork keinen Segen. Mißtrauisch kehrte das harte Geschlecht nun-mehr seine Waffen gegen sich selbst. Zuerst schaffte Eduard seinen BruderElarence durch Mord aus dem Weg; und als er selbst mit Hmterlaffungöweier unmündigen Prinzen starb, ließ sein jüngster Bruder Richard (III) Richarddnse im Tower erwürgen und bemächtigte sich des Throns, auf dem er sich i48i-unisonst durch neue Frevel zu befestigen hoffte. Heinrich Tudor. ein Abkömm-"Ng desLancasterschen Königshauses, der sich durch die Flucht nach Frank-reich dem allgemeinen Untergänge seines Geschlechts entzogen hatte, landeteun Englands Küste und gewann in der Schlacht von Bosworth, wo »»»-Zrchard III. siel, Sieg und Reich. Darauf führte Heinrich VII., Mit dem dasJaus Tudor aus den Thron kam, durch seine Vermählung Mit Eduards IV. ZLAchter eine Versöhnung der beiden Rosen herbei. — Die Weltgeschichte ge- (»n-?°nkt kaum eines andern Kriegs, in welchem sich so viele Greuel häuften, wieL dem Kampfe der roten und Weißen Rose. Achtzig Glieder der königlichenMmilie und die Zierden des Adels hatte das Schwert dahingerafft. Darum^nnte der staatskluqe, hartherzige Heinrich VII. der Krone eine höhere Machtverleihen, als sie unter den Plantagenets besessen.

8.279b. Schottland unter den Stuarts. Während dieser knege-

IV.

1461-

1483 .

VII.

1486 —

180S.