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Die neue Zeit.
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denen einige eingeborne Völkerschaften, vor allen die Tlaskalaner, als schwacheBundesgenossen zur Seite standen, unterwarf Cortez eine volkreiche Nation,der weder Kriegsmut noch Vaterlandsliebe abging, nahm ihren stolzen undmächtigen König Montezuma in seinem eigenen Palaste gefangen und er-oberte die Hauptstadt Mexico, das „Venedig der westlichen Welt". Dieschrecklichen Wirkungen des donnernden Geschützes, die stattliche Reiterei, derGlanz des europäischen Kriegswesens erzeugten in den Eingebornen die Vor-stellung, daß die Spanier höhere Wesen seien, denen sie mit ihren schwachenKräften und armseligen Waffen (Eisen war ihnen unbekannt) nicht zu wider-stehen vermöchten. Heldenmütig verteidigten die Mexikaner ihr Vaterland undihre Freiheit. Sie töteten ihren gefangenen König, der den Spaniern hold undergeben war, mit Steinwürfen, nötigten die Fremdlinge durch einen verzwei-felten Aufstand in der berühmten „Trauernacht" zu einem verlustvollenRückzug auf dem unterbrochenen Dammweg über den See und würden in derheißen Schlacht von Otumba durch ihre überlegene Menge dieselben bis aufden letzten Mann vernichtet haben, hätte nicht Cortez in rascher Entschlossenheitden Anführer zu Boden gestürzt und dadurch die wilde Flucht der übrigen be-wirkt. Und dennoch führte Cortez das mühevolle Unternehmen glorreich zumZiel. Innerhalb zwei Jahren eroberte er das Land, erstürmte die von oemneuen König Guatemozin heldenmütig verteidigte Hauptstadt und machtedem greuelvollen Götzendienst des Huitzilopochtli, dem jährlich Tausende vonMenschen als Opfer geschlachtet wurden, ein Ende; aber in der Begründungneuer geordneter Zustände wurde er von der mißtrauischen Regierung allent-halben gehemmt. Nachdem er noch Honduras und dieHalbinsel Californienentdeckt, begab er sich nach Spanien, um am Kaiserhofe seine Sache zu führen.Er wurde mit hohen Ehren empfangen, mit großen Ländereien am Fuße derKordilleren beschenkt und als Marquis del Valle in den Grafenstand er-hoben , aber nicht mehr zum Statthalter von Neuspanien eingesetzt. Im Begriffnach Mexiko zurückzukehren, starb er in einem Dorf bei Sevilla im Jahre1547. —Mit noch geringern Hilfsmitteln, als Cortez besessen, bewerkstelligtenPizarro und Almagro,'Männer von großem Kriegsmut und Unternehmungs-geist. aber ohne Bildung und von Eigennutz und rohen Leidenschaften getrieben,die Eroberung des Goldlandes Perü. Die von dem reichen Königsgeschlechtder Inkas beherrschten Peruaner waren eine gebildete Nation von mildemCharakter und ohne den greuelvollen Götzendienst der Mexikaner, aber auchohne deren kriegerische Tugend. Ein Thronstreit in dem Regentenhaus zwischenden feindlichen Brüdern Atahualpa und Huaskar erleichterte den Spanierndie Eroberung des Landes. Nachdem der grausame Pizarro sich des KönigsAtahualpa verräterisch bemächtigt und trotz seiner Zusage, ihn gegen eine un-geheure Masse Goldes in Freiheit zu setzen, den Gefangenen hatte hinrichtenlasten, unterwarf er das schöne, an Goldminen reiche Land und legte die neueHauptstadt Lima an. Von Peru aus befuhr Orellana unter unglaublichenGefahren und Nöten den Maraüon oder Amazonenstrom. Die Schilderungenvon einem fabelhaften Goldlande Eldorado, das sich an seinen Ufern befindensollte, waren ein mächtiger Sporn zu neuen kühnen Wagnissen. Bald entzweitensich Franz Pizarro und seine Brüder mit Almagro, der mittlerweile Chileentdeckt hatte, und sie kehrten ihre Waffen Wider einander. Almagro wurdebesiegt und enthauptet, aber sein Sohn rächte des Vaters Tod, indem er miteiner Schar Verschworener Franz Pizarro unerwartet überfiel und tötete.Allein auch dieser starb im nächsten Jahr durch das Richtschwert, als er sichwiderrechtlicher Weife der Statthalterwürde bemächtigen wollte. Durch diewilde Wut der Entdecker kam das Land an dm Rand des Untergangs. Da