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Das Zeitalter Philipps U. und Elisabeths.
beförderte, und durch seinen Freund und Minister Sully den Staatshaushaltund die Besteuerung trefflich ordnen ließ. Durch seine echt französische NaturUnd durch sein heiteres, wohlwollendes Wesen gewann er sich die Liebe desVolks in hohem Grad. Selbst seine einzige Schwäche, die allzugroße Frauen-«ebe („die schöne Gabriele"), war in den Augen der Franzosen ein verzeihlicherFehler. Aber der Fanatismus schlummerte nur, Heinrichs duldsamer Sinngegen die Ketzer weckte ihn. Als er mit dem großartigen Plane umging, imUnverständnis mit der deutschen Union (tz. 371) und andern europäischenMächten ein christliches Weltreich mit Rechtsgleichheit für die drei KonfessionenZU gründen, und dadurch die Übermacht des Habsburger Regentenhauseszu brechen, fiel er unter Ravaillacs Messerstichen. „Wenn Gott für uns ist,wer kann Wider uns sein?" rief der Kardinal von Toledo bei der Nachrichtaus und bezeichnete dadurch das freudige Gefühl der Spanier über das wich-tige Ereignis.
L) Elisabeth und Maria Stuart.
8- 366. Während Frankreich durch die Religionskriege zerrüttet wurde,Nahm England unter Elisabeth einen mächtigen Aufschwung in Handel undGewerbsteiß, in Schiffahrt, Ackerbau und Litteratur. Elisabeth war eine strengeGebieterin, welche die kirchliche Freiheit des Volkes unterdrückte und im Par-lamente keinen Widerspruch duldete, aber sie besaß große Herrschergaben,einen durch ernste Studien erstarkten Geist und einen Verstand, der sie stetsdasjenige erkennen und wählen ließ, was dem Lande zuträglich war. Sie um-gab sich mit klugen Ratgebern, unter denen Cecil (Lord Burleigh) denersten Rang einnahm, und hielt auf Ordnung und Sparsamkeit im Staats-haushalt; aber Verstellung, an die sie sich während einer gefahrvollen Jugendgewöhnt, ließ sie Gefallen finden an den Schlangenwegen der Falschheit und?n den Winkelzügen einer unredlichen Staatskunst. Dies bewies sie besonders
Jugend Strenge und Ernst, Falschheit und Neid als Ausstattung ins LebenHerübernahm, so brachte die schöne Maria nach einer in Freude und Glück ver-lebten Jugend eine liebenswürdige, heitere Natur und ein lebensfrohes Ge-Astth, aber auch Hang zu Sinnlichkeit und leichtfertige Sitten auf den schotti-schen Thron mit, und während die englische Königm aufs innigste mit demProtestantismus verflochten und ihr Volk zu einer Kirche mit ehr vereinigtchar, hielt Maria fest an der katholischen Religion und am Papsttum inmittenAnes rohen Volks, das eigenmächtig die presbhterianische Kirche zurLandeskirche erhoben, und die Messe als Götzendienst verabscheute. Man legteHand an ihre Hauskapelle und der strenge Reformator Knox richtete auf derKanzel und im Palaste Strafreden Wider sie, wie einst die Propheten Wider"ie abgöttischen Könige in Israel.
8- 367. Maria vermählte sich in zweiter Ehe mit dem in England er-zogenen schottischen Edelmann Darnley. Die Ehe fiel aber unglücklich aus.Aer eitle, unbesonnene, von falschen Freunden übel beratene Gatte fand nurT^rgnügen an Jagd und Gelagen und zürnte dann der Königin, daß sie ihnS^ucksetzte und ihr Vertrauen dem Sänger Rizzio aus Turin, der ihre Corre-
/nz mit den Guisen und dem Papst führte, zuwandte. Angetrieben vonMersucht und verletztem Ehrgefühl und aufgereizt von Übelwollenden, bildeteDarnley mit einigen Edelleuten eine Verschwörung — und Marias GünstlingsM vor den Augen seiner Gebieterin in ihren eigenen Gemächern, von vielen
W-ber, N. Weltgeschichte. 17
1810 .
Elisabeth
1568 —
i6or.
1ä65.