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8-487. 488. Die französische Revolution (Nationalkonvent). 345
Gerichtsverfahren. An der Spitze des Wohlfahrtsausschusses standen dreiScanner, deren Namen der Schrecken und Abscheu aller rechtlichen Leute Wur-neidische, heimtückische Robespierre, der blutdürstige Couthon, derUtvärmer für republikanische Freiheit und Gleichheit St. Jüst. Ohne Rück-Wt auf Menschenleben verfolgten sie ihr blutiges Ziel; was ihren stürmischenAuf zu hemmen wagte, wurde schonungslos niedergeworfen. So entstand die?L>reckenszeit der Jahre dreiundneunzia und vierundneunzig, dieuch nach drei Richtungen kund gab, nach innen durch die grausame Verfolgunguüer als Aristokraten und Anhänger des Königtums (Nohalisten) bekann-V Bürger, sowie durch blutige Unterdrückung der Aufstände im Süden undAAen; nach außen, durch einen gewaltigen Verteidigungskampf Wider die»uhllosen Feinde.
1 Aristokratenverfolgungen. Seitdem in Paris die Gemeinde-. erwaltung (Munizipalität) ausschließlich mit Jakobinern und Demokraten. kr äußersten Richtung besetzt war, seitdem in allen Stadtvierteln (Sektionen)Awokratische Ausschüsse die polizeiliche Aufsicht führten, seitdem neben derMnvnalgarde noch eine aus „Sansculotten" gebildete RevolutionsarmeeAr republikanischen Regierung zur Verfügung stand, lag alle Gewalt in derMksmasse und ihren rasenden Führern.' Die Jakobinervereine in Paris und"den Provinzstädten besaßen die Herrschaft; ihre Redner und Vorsteher ver-Wen Mithilfe des Pöbels blutigeFrevel an allen, die nicht mit ihnen hielten.
Us wirksamste Mittel, die Widersacher zu verderben, war das schreckliche Ge-'yssL egen die Verdächtigen, das alle „Feinde des Vaterlandes", alle, welche LAnhänglichkeit an den frühern Zustand, oder an die Priester-schaft und denan den Tag legten, mit dem Tod bedrohte. Infolge dieses und ähnlicheroIM wurden die Gefängnisse mit taufenden von sogenannten AristokratenAN? und täglich dreißig bis vierzig Menschen zur Schlachtbank geschleppt.
Rang, Vermögen, Bildung und Adel der Gesinnung von den herr-bo8n r Demokraten Unterschiedene schwebten in steter Lebensgefahr. Dieein » M Verleumdung eines Feindes, die Anklage eines Spähers, der HaßSansculotten war hinreichend, einen Unschuldigen in den Kerker und vomie, * aufs Schafott zu bringen. Der Übergang war so rasch, daß der TodrlAk Schrecken verlor und die Gefängnisse Sammelplätze heiterer, feiner Ge-Uichaft und geistvoller Unterhaltung wurden. Unter den Schlachtopfern warenqi? edelsten und ausgezeichnetsten Männer Frankreichs. Der frühere Ministercalesherbes, die'Mitglieder der konstituierenden Versammlung Bailly,Z>!A"ave, Gelehrte und Schriftsteller, wie der Chemiker Lavoisier, der- Andrö Chenier u. a. m.; alle, die dem alten Königtum angehörtenUm durch die Flucht sich gerettet hatten, starben unter dem Fallbeil,
iki--^ war auch die schwergeprüfte Königin Marie Antoinette, die beiAbi" Verhör und ihrem Tode eine ihrer Geburt wie ihrer Bildung würdige»„Mhaftigkeit und Seelenstärke bewies. Ihr Sohn, den die Nohalisten alsin der französischen Geschichte bezeichneten, starb unter der hartenbmes Jakobiners, ihre Tochter (Herzogm von Angouleme) trug einen s-r-irss.
Geist und ein verbittertes Herz für ihr ganzes Leben davon. Auchschon ^ fromme Schwester Elisabeth starb auf dem Blutgerüste, undselkn ^?*her war das Haupt des ruchlosen Herzogs von O rle ans gefallen, den «,N»-' «Dantons Gunst nicht gegen Robespierres Neid zu schützen vermochte.
488. 2 . Die Greuel im Süden. Auf der furchtbarsten Höhe zeigte
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