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Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung / Georg Weber
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359
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8- 503.

Napoleon Bonapartes Machtherrschast (Konsulat).

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und kurz nachher wurde unweit Aleffandria die Schlacht von Marcngo gelie-fert, wo die Österreicher unter Melas, nachdem sie zweimal gesiegt hatten, beieiner dritten Erneuerung des Treffens vollständig geschlagen wurden. Die Her-heiziehung der Truppen des Generals Desaix, der einige Tage vorher ausÄgypten zurückgekehrt War, und der rechtzeitige Reiterangriff des jungen Kel-lermann führte diese Wendung herbei und entriß den Österreichern den sichergeglaubten Sieg. Desaix, einer der edelsten und größten Männer der Revolu-"vnszeit, starb bei Marengo den Heldentod. Mailand und die LombardeiAaren der Preis dieses Schlachttages. Gleichzeitig war eineArmee unterMoreau in Schwaben und Bayern eingedrungen, hatte die ÖsterreicherinUlehreren Treffen zurückgeschlagen und zu einer Waffenruhe gezwungen; aber5fft der glorreiche Zug Macdonalds und Monceys über die beeisten Grau-bündtner Alpen und Moreaus glänzender Sieg in der blutigen Schlacht vonHohcnlinden nötigte die Österreicher, in dem Frieden von Lnncville die inEampo Formio eingegangenen Bedingungen anzunehmen und den Thalwegder Etsch und des Rheins als die Grenzen des französischen Reichs anzuer-kennen. Die Bildung einer italienischen Republik unter Bonapartes Prä-ßdentschaft und die Bestimmung, daß die zu Verlust gekommenm deutschenMrsten und Reichsstände durch säkularisierteKirchengüter und aufgeho-bene Reichsstädte auf der rechten Seite des Rheins entschädigt werden soll-en, waren die folgenreichsten Artikel des Friedens von Lünevrlle. Die zweiJahre später durch den sogenannten Reichsdeputationshauptschluß ge-gossene neue Einrichtung der deutschen Staatsgebiete war der erste Schritt zurAuslösung des deutschen Reiches und zur Begründung souveräner König-liche und Fürstentümer.

8.503. Der Friede von Amiens. Nach dem Frieden von Lüneville standEngland allein noch unter den Waffen; und da kurz vorher der russischeKaiserPmil aus Haß gegen das selbstsüchtige und übermütige Jnselvolk mit Preußen,Schweden und Dänemark den Bund der bewaffneten Neutralität (8-456)Erneuert und somit den Briten auch in der Östsee Feinde bereitet hatte, soAnte sich das englische Volk ebenfalls nach Ruhe und Erholung. Es wurdenFriedensunterhandlungen eingeleitet, die aber lange zu keinem Resultate führ-en, weil man sich über Ägypten nicht vereinigen konnte. Kl eb er nämlich, wieAr er auch über Napoleons Abzug (8- 499) zürnte, hatte sich doch mit GlückHegen die Engländer und Türken behauptet und in der Schlacht bei Helio-Holis den sechsmal stärkern Feind geschlagen. Als er aber am Schlachttagevon M ar engo in dem Garten seines Palastes zu Kairo durch den Dolch einesfanatischen Mohammedaners ermordet wurde, kam unter seinem unfähigenNachfolger Menou, welcher zum Islam übergetreten war, das französischeDer allmählich in solche Not. daß die Engländer hofften, dasselbe zur Erge-ffffffg zwingen zu können, und darum die Friedensverhandlungen hinauszogen,^rst nachdem der wackere englische General AbercrombyindemTreffen beiAanspus gefallen war, überzeugten sie sich, daß weder ihre eigene, aus allenVölkerschaften geworbene Landarmee, noch die unbeholfenen türkischen Scharen^stände seien, die kriegskundigen Franzosen im Nillande zu überwinden. EsAurde ein Vertrag geschlossen, infolge dessen die französischen Truppen. 24000i, "" Zahl, mit Waffen, Kriegsbedarf und allen Schätzen der Wissenschaftffffd Kunst auf englischen Schiffen nach Frankreich geführt wurden. Dies war

Einleitung zum Frieden von Amiens, worin die Engländer versprachen,Uff größten Teil der auswärtigen Eroberungen herauszugeben und die Inselti-ol ", die sie in ihre Gewalt gebracht, dem Johanniterorden wieder abzu-"en. Dieser Frieden, der von feiten Englands mit großer Übereilung abge-

lt-Jmii

1800.

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3. Di».

9. Fcbr.1801.

25. Febr.

1808.

20. MSr»1800.

21. März

1801.

Septbr.

1801.

27. Mär»1802.