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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / Wilhelm Oechsli
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sogar ihre alten Feinde, die Athener, um Beistand an, unddiese, eifersüchtig auf Thebens Aufschwung, schicktenihnen Hilfstruppen zu. Als Epaminondas ein zweites Malin den Peloponnes eindrang, kam es hei Mantinea, im :(62v.Olir.Innern der Halbinsel, abermals zur Schlacht. Wiederordnete er kunstvoll sein Heer; aber während des Kam-pfes drang ein Wurfspeer in seine Brust. Die Ärzte er-klärten, er werde sterben, sobald man das Eisen aus derWunde ziehe. Bullig wartete er in seinem Zelt, bis manihm meldete, der Sieg sei errungen. Dann ließ er, nachdemer noch seine letzten Befehle gegeben, das Eisen entfernenund verschied. Pelopidas war schon in früheren Kämpfengefallen, und Theben hatte niemanden, der die beidenhätte ersetzen können. Seine Größe, das Werk der beidenHelden, sank mit ihnen wieder dahin.

§ 12. Philipp von Makedonien.

1. Philipp von Makedonien. — Während dieGriechen sich in unaufhörlichen Kämpfen selbst zer-fleischten, stand ein furchtbarer Feind auf der Lauer, dernur den rechten Augenblick abwartete, um sie insgesamtzu unterjochen. Das war P li i 1 i p p, der König von M a-k e d o n i e n. Die Makedonier waren ein BarbarenstammJTri Norden von Griechenland, der durch die an seinerKüste gegründeten zahlreichen hellenischen Pflanzstädtehalb griechisch geworden war. Ihre Könige rühmten sichsogar echt griechischer Abkunft, nahmen teil an dengiiechischen Nationalfesten und luden griechische Künst-ei und Dichter an ihren Hof. Lange war indes ihre Machtse i klein gewesen, fast immer hatten sie in Abhängigkeitvon dem Staate gestanden, der gerade in Hellas die ersteStelle einnahm. So hatte auch Philipp in seiner Jugendeine Zeitlang als Geisel für die Unterwürfigkeit seinesHauses in Theben gelebt. Aber kaum hatte er den Thronbestiegen, so erwachte in Makedonien ein neues Leben.

Der junge Fürst legte eine Tatkraft an den Tag, die nur