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Lorbeeren zu gewinnen waren. Er schickte deshalb einen.Unterhändler nach Rom und anerbot der Stadt Friedeund Freundschaft unter der Bedingung, daß sie ihm dieHerrschaft über Süditalien überlasse. Eingeschüchtertdurch die schwere Niederlage, schwankte der Senat, ober den Antrag annehmen solle oder nicht. Da ließ sichder hochbetagte, blinde Senator Appius Claudius,der die höchsten Würden des Staates mit Ruhm bekleidet,sich aber schon seit vielen Jahren seines Alters und seinerBlindheit halber von den Staatsgeschäften zurückgezogenhatte, in einer Sänfte aufs Rathaus tragen. Mit zürnendenWorten beschämte der ehrwürdige Greis das jüngere Ge-schlecht. „Bisher habe ich den Verlust meiner Augenbedauert,“ rief er aus, „jetzt möchte ich dazu noch taubsein, um solche Beratungen weder sehen noch hören zumüssen.“ Er schlug vor, dem König zu antworten, Romunterhandle mit keinem Feind, so lange er auf dem BodenItaliens stehe. Diese stolze Antwort erteilte der Senatdem Gesandten, und dieser bemerkte hernach zu seinemHerrn, der römische Senat sei ihm vorgekommen, wieeine Versammlung von Königen. So entbrannte der Kriegaufs neue. Bei einem zweiten Zusammenstoß gewannPyrrhus mit Hilfe seiner Elefanten wieder die Oberhand,aber mit solcher Mühe und solchen Verlusten, daß er aus-rief: „Noch ein solcher Sieg und ich bin verloren!“ Ineiner dritten Schlacht bei Benevent (landeinwärts von 275 v.Ohr.Neapel) stand dein König an der Spitze der Römer derKonsul Manius Curius gegenüber, ein plebejischerBauersmann, der seine schlichte Lebensweise beibehaltenhatte, auch als ihm seine Mitbürger wegen seiner Tüchtig-keit und Rechtschaffenheit die höchsten Ämter über-trugen. Als einst fremde Gesandte zu Manius Curiuskamen, trafen sie ihn in seiner Hütte, wie er in bäuer-lichem Gewände seine aus Rüben bestehende Mahlzeit voneinem hölzernen Teller verzehrte. Auch diesmal ent-schieden die Elefanten das blutige Ringen, aber zugunstender Römer, da sich die Tiere, durch Brandpfeile scheu
Oechsli, Allgemeine Geschichte.
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