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mit Heeresmacht nac-li Rom, wo er sich von ihm zumKaiser krönen ließ. (Tresor VII. mußte als Flüchtlingdie Stadt verlassen und starb in der Verbannung in Unter-1085 italien. Doch war Heinrich IV. weit davon entfernt, mitdem Tode seines Gegners Kühe zu linden. Gregors Nach-folger setzten den Kampf fort und verschmähten keinMittel, um ihn zu Fall zu bringen. Es gelang ihnen, Ver-rat in die eigene Familie des unglücklichen Kaisers zusäen. Sein Sohn Heinrich, in dem die Herrschgier jedesmenschliche Gefühl erstickt zu haben schien, empörtesich gegen ihn mit der scheinheiligen Erklärung, er wollemit dem gebannten Vater nichts gemein haben. Als eszwischen beiden zur Schlacht kommen sollte, wußte derSohn den Vater durch geheuchelte Reue so zu überlisten,daß dieser sein Heer entließ, und nahm ihn dann ge-fangen. Unter schmählichen Mißhandlungen wurde deralte Kaiser gezwungen, der Krone zugunsten des Schänd-lichen zu, entsagen. Zwar gelang es ihm, der Haft zu ent-kommen, und er wollte den Kampf eben aufs neue be-ginnen, als ihn der Tod von seinen Leiden erlöste. So-bald sich indes Heinrich V. im unbestrittenen Besitzdes Thrones sab, setzte auch er den Ansprüchen derPäpste den trotzigsten Widerstand entgegen. Darum nahmder Hader, der das Reich unsäglich zerrüttete, seinenFortgang, bis endlich beide Teile desselben müde waren1122 und ein Friede zwischen dem Papst und dem Kaiser zu-stande kam. Der letztere überließ die Wahl der Bischöfeder Kirche, aber unter Vorbehalten, die darauf hinaus-kamen, daß er die Wahl bestätigen oder verwerfen konnte.Mit Heinrich V., der bald darauf starb, erlosch das friin-o24-l 125 kisclie Kaiserhaus, nachdem es im ganzen 101 .Jahre dasReich regiert hatte.
5. Friedrich Barbarossa. Schlacht heiLegnano (1176). — Die nächsten Könige, welche diedeutschen Fürsten wählten, legten eine solche Unter-würfigkeit gegenüber den Päpsten an den Tag, daß diesevom Ziele Gregors VTT. nicht mehr allzuweit entfernt
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